Mein Weg vor Social Media
Shownotes
Willkommen zum Podcast von Steffi Gericke!
Machen kommt von Tun. Dieser Podcast steht für echtes Leben statt Perfektion, für Bodenständigkeit statt Social-Media-Schein.
In dieser Folge nehme ich dich mit in meinen persönlichen Lebenslauf. Warum am Ende des Tages alles Sinn macht und uns alle Ereignisse zu dem Menschen formen, der wir sind. Es ist immer schon alles da, wir müssen es nur entdecken und ausleben. Eine Geschichte über Normalität und warum mein Kopf öfters gegen die Wand laufen muss. Und der Frage, wie viele Prüfungen des Universum noch bereithält?
Viel Freude beim Eintauchen und miterleben!
Liebe Grüße Steffi
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00:00:03: Ein herzliches Willkommen zu einer weiteren Folge.
00:00:05: machen, komm von tun.
00:00:08: Dieser Podcast steht für echtes Leben statt Perfektion für Bodenständigkeit statt social media Schein.
00:00:15: Kein Jammer, sondern alltagstaugliche Lösungen.
00:00:18: und warum Kochen?
00:00:19: ganz oft.
00:00:20: meine Antwort ist.
00:00:22: und wie man gelassen bleibt in diesem medialen Wahnsinn dieser Zeit.
00:00:27: Für uns Mädels vom Land, von der Vorstadt und der Kleinstadt die Verantwortung tragen, ihren Alltag leben und trotzdem ihren eigenen Weg gehen wollen.
00:00:35: Ehrlich, humorvoll und mit beiden Füßen fest im Leben.
00:00:41: Herzlich willkommen.
00:00:42: in dieser Folge soll es mal ganz kurz um mich als Person gehen, quasi mein Weg vor Social Media.
00:00:49: war der spannend, war der außergewöhnlich, gab es irgendwas in meiner Kindheit, wo man denn schon ahnen konnte, dass da irgendeiner mal den Trang hat, in die Öffentlichkeit zu gehen?
00:01:00: Ich sage es euch ganz ehrlich, so statistisch betrachtet auf dem Blatt Papier ist es halt einfach ein, in vielleicht ganz normaler Lebensentwurf gewesen.
00:01:13: Ich hatte weder außergewöhnliche Bedingungen, noch hatte ich außergewöhnliche Menschen in meinem Umfeld, die vielleicht schon, ich sag jetzt mal, im Medial für ein Simulator oder sonst was waren.
00:01:26: Für mich war es aus meiner Sicht ganz normal.
00:01:28: Mir hat mal jemand gesagt, ja, was heißt schon normal?
00:01:32: Und jetzt muss man das einfach einsetzen in meiner Blase, in der ich groß geworden bin.
00:01:37: Ganz klassischer, bayerischer Mittelstand.
00:01:39: Man hat sich ein bisschen was erarbeitet.
00:01:41: Man ist regelmäßig in Urlaub gefahren.
00:01:44: Man konnte sich ein gutes Leben leisten, aber Es war auch schon so, dass in den Achtzigerjahren mit zehn Prozent Bauzinsen der Spielraum für alle nicht so hoch war, aber auch für alle nicht so hoch.
00:01:57: Und ich hatte auch nie das Gefühl in meiner Kindheit, dass ich zu viel oder zu wenig hatte, sondern wir waren einfach so eine Gruppe und in dieser Gruppe fiel niemand durchs Raster.
00:02:10: Und deshalb sage ich, das war so mein Normal.
00:02:15: Ich glaube, dass es trotzdem zu dem Zeitpunkt schon Unterschiede gab und so weiter.
00:02:19: Aber als Kind haben wir die nicht wahrgenommen und ich würde bis heute sagen, dass es keine großen Ausreißer nach oben oder nach unten gab.
00:02:27: Es gab ein sehr stabiles Mittelfeld, das, wo wir heute immer wieder sagen, dass wir das verlieren.
00:02:33: Genau.
00:02:34: Und ich glaube, es war bezeichnend für meine ganze Entwicklung.
00:02:43: Es ist... ganz normal, dass man in die Grundschule geht.
00:02:46: Und ich starte jetzt von hinten nach vorne rein, weil ich glaube, es ist gar nicht so wichtig, auf welcher Schule ich war und was ich gemacht habe, wer mich kennt, kennt mich.
00:02:54: Und ansonsten bringt es dir auch nichts, weil, wie gesagt, du findest vor meinem Tun hier, ab dem Jahr zweizig neunzehn nichts von mir im Netz.
00:03:02: Da gab es das einfach alles noch nicht.
00:03:05: Und selbst wenn ich schäme mich für nichts, was ich bis dato getan habe, wo ich mich engagiert habe oder wo ich gesagt habe, da habe ich Ämter und Verantwortung übernommen.
00:03:16: Ich habe das ja immer als sehr bewusst gemacht und in manches wurde ich vielleicht auch hinein manifuriert, aber es waren, ich kann es einfach sagen, ich hatte eine schöne Kindheit.
00:03:27: Ich hatte auch, wenn man Menschen oft hört, die über ihre Lebensgeschichte sprechen und so weiter, dann haben die halt irgendwelche krassen Ausreißer, was weiß ich, als der Jugendgeriss nun ins Ausland gemusst und nein, also ich habe also gar nichts behütet, ohne finanzielle und wie auch immer Sorge einfach in Niederbayern groß geworden.
00:03:51: Dieses in Niederbayern groß werden macht es tatsächlich schon ein bisschen spannender im Gesamtkontext.
00:03:57: Das habe ich aber zu dem Zeitpunkt auch nicht gesehen.
00:04:00: und als Bis ich das sage, ich wollte auch nicht aus der Kleinstadt ausbrechen.
00:04:05: Ich kann dir keine Geschichte erzählen, wo man irgendwie merkt, da war schon Sand im Getriebe und deshalb ist man so geworden oder so.
00:04:13: Nein, es ist, wenn man so will, einfach erst mal groppenlangweilig.
00:04:16: Aber... Im Nachhinein gesehen sind viele dieser kleinen Bausteine natürlich das, was man am Ende des Tages als Person wird und warum die einen weitermachen, weiterlaufen, nicht aufgeben und die anderen halt vielleicht sagen, das ist schwierig geworden.
00:04:32: Ich glaube, das gefällt keinem und so.
00:04:34: und dann geht man wieder zwei Schritte zurück.
00:04:39: Wir enden da, wo quasi die Social Media Geschichte beginnt.
00:04:44: Ich habe mit meinem Mann den Deal gehabt, wenn ich Kinder bekomme, dann möchte ich zehn Jahre zu Hause bleiben.
00:04:53: Also das war so meine Vorstellung von meinem idealen Leben, obwohl ich bis zu dem Zeitpunkt sicher beruflich ambitioniert war, aber das war so.
00:05:06: Ich wollte das, ich wollte so von Herzen diese Vollzeitmama sein.
00:05:10: Ich habe mir darüber keine Gerankung gemacht, was das eigentlich heißt.
00:05:13: Ich habe mir einfach nur gedacht, okay, du bist drei Kinder, zehn Jahre, da sind die mal so aus dem Grubsten raus und dann steigst du wieder ein.
00:05:20: Ich habe mir auch keine Gedanken gemacht, ob man das tut, ob das schwierig ist und das war mein Plan.
00:05:24: So, für mein Mann war das absolut okay.
00:05:27: Der hat gesagt, ja, ist in Ordnung, finde ich gut.
00:05:30: Für den war es auch ein Teil seiner Lebensvorstellung, dass jemand sich um die Kinder intensiv kümmert.
00:05:38: Und dann kam einfach alles anders.
00:05:42: Also ich saß da, stillend in der Nacht, mit den Nerven ehrlicherweise nett ganz entspannt.
00:05:52: Ich habe irgendwas gebraucht, um diesen Kopf zu beschäftigen.
00:05:55: Und dann... Saß ich da und habe gedacht, was könnte man denn jetzt machen?
00:06:00: Was macht dir Spaß?
00:06:01: Auf was hättest du jetzt Lust?
00:06:02: und so weiter?
00:06:03: Und es ist ja dann nicht so, dass ich wegen meines Kindes habe begonnen zu nähen, sondern ich habe ja schon als Fünfzehnjährige genäht.
00:06:12: Ich habe mir als Achtzehnjährige meine ganzen Klamotten, sage ich immer, bis auf Winterjacke und Unterwäsche selber genäht.
00:06:18: Also ich konnte ja schon irgendwas.
00:06:20: Also bin ich da gesessen und glaube, was könnte ich denn jetzt für mein Kind nähen und was werde ich nicht so schön und so weiter.
00:06:25: Ich habe von dieser ganzen Welle, die das so im Hund Hintergrund mit dieser Selbermacher-Ding ja gar nichts mitbekommen.
00:06:31: Nicht weil ich nicht im Land sitze, sondern einfach weil ich überhaupt kein... Das war für mich nichts, was man sucht, sondern das habt man halt schon gekonnt.
00:06:42: Alle meine Tanten können nähen, stricken, häckeln oder sonst was.
00:06:47: Das war nichts Außergewöhnliches.
00:06:49: Und dann saß ich da und dann dachte ich mir, okay, gut, das klingt gut, da kannst du dich jetzt ein bisschen damit ablenken und deinen Stress quasi von dieser Konzentration auf dieses Kind und sonst was ein bisschen da wegnehmen.
00:07:02: Und dann hat der Kopf viele Nächte gesponnen und dann ist sozusagen aus diesem ganz klassisch, ich mache einen Shop und so weiter.
00:07:10: Oh, okay, du machst jetzt hier so eine Kollektion und nähst, weil es dir Freude macht, weil es dich einfach auf ein gutes Level hebt.
00:07:18: Und dann habe ich Immer so ein bisschen Glücksmomente natürlich, aber die muss man halt auch ergreifen im Leben.
00:07:25: Meine Eltern haben mir über ihrem persönlichen Kontakt quasi ermöglicht, dass ich auf so einem Weihnachtsmarkt teilnehmen kann.
00:07:38: Und das ist halt eingeschlagen in dem Zeitpunkt.
00:07:42: Das Niederbärische Land hat schon teilweise wahrscheinlich in den Frauenzeitschriften gelesen, dass es so Sachen gibt und so weiter, aber man konnte das ja nirgends kaufen.
00:07:51: und man muss einfach dazu sagen, dieses Ich gehe online und bestelle online war vor fünfzehn Jahren noch meine ganz andere Dimension.
00:08:00: Man hat ja mehr Berichte gelesen, was als Vertrittbetrüger unterwegs sind und es war tatsächlich, man war froh, etwas vor Ort anfassen zu können und so.
00:08:08: und da war diese Steffi.
00:08:09: Und da waren damals eine zwanzig, die das gemacht haben im Dorf oder in der Kleinstadt, sondern da war ich wahrscheinlich auch nicht alleine, aber die sind halt da nicht gestanden.
00:08:21: Und dann begann diese Reise mit, ich mach mich selbstständig und das war ja alles nicht auf meinem Plan, meine Lieben.
00:08:27: Das ist einfach passiert.
00:08:29: Jetzt gehen wir eins zurück, was quasi vor diesen Kindern passiert ist.
00:08:35: Ich wollte... In meinem Lebensentwurf quasi Familie, Kinder und zuvor wollte ich Karriere machen.
00:08:41: Und Karriere hatte ich tatsächlich definiert aus, aus Sicht der, ich sage jetzt mal, neunziger, ich wollte einen Firmenwagen, ein Handy und ein Laptop.
00:08:50: Weil das waren damals natürlich schon Statussymbole.
00:08:53: Was heute, ich sage jetzt mal, ich sage besser nichts jetzt, aber heute ist es normales Arbeitsequipment, dass jeder mitbekommen, weil sonst könnte er gar nicht seinen Job machen.
00:09:04: Aber damals waren das natürlich Statussymbole.
00:09:06: So, jetzt kann man sagen, diese Statussymbole habe ich mit meinem ersten Job innerhalb von vier Monaten komplett erreicht.
00:09:15: Da war das erledigt.
00:09:16: Das war halt Glück im Unglück.
00:09:20: Wer in den Zweitausendern mir als Studienabgänger einen Job gesucht hat, hat sich nicht hingestellt und sagt, ich will aber viertausend Euro im Monat verdienen, sondern ich sage es sich ganz ehrlich, wir waren einfach nur froh einen Fuß in der Tür zu haben.
00:09:34: Auf eine Stelle kamen gefühlt tausend Bewerber, weil durch diese geplatzte, was war denn gerade, zweitausender Blase irgendwas zusammengebrochen, waren es die Finanzmilch, das sonst wie... Es hatten alle zu wenig Jobs quasi und wir wollten alle einen Job haben.
00:09:53: Ja, so Gott will, habe ich meinen ersten Job aber bekommen und mit diesem ersten Job habe ich alle diese Status-Symbole bekommen.
00:10:02: Ich habe mit diesen Job noch viel mehr Erfahrung bekommen.
00:10:04: Das füllt eine eigene Podcast-Folge.
00:10:08: Und ich bin halt als, ich war damals, glaube ich, keine vierundzwanzig, dreiundzwanzig.
00:10:19: in eine vermeintliche Führungsposition eingestiegen.
00:10:23: Es war unter dem charmanten Titel Assistentin der Geschäftsführung.
00:10:28: Aber schon mit diesem, sie ist die Rechte vom Chef.
00:10:35: Und wenn sie anruft, dann müssen wir.
00:10:37: Und ich war dreiundzwanzig und da saßen Villalleiter mit fünfvierzig.
00:10:47: Aber Sagen wir es jetzt einfach mal so.
00:10:50: Ich habe viele Tage und viele Sachen davon gern gemacht und es gab auch mal den Punkt, wo es gut war.
00:10:55: Und dann bin ich in die Großstadt gekommen.
00:10:59: Es war noch ein bisschen nach dem Land und dann bin ich nach München gegangen und war dann am Ende des Tages wieder Assistentin der Geschäftsführung.
00:11:06: Und Assistentin der Geschäftsführung kann man in ganz unterschiedlichen Auslegungen sein.
00:11:15: Ich durfte immer dabei sein.
00:11:17: Ich durfte in den großen Elefanten runden sitzen.
00:11:20: Ich war immer im Thema dabei.
00:11:22: Es wurde auch meine Meinung geschätzt.
00:11:24: Also ich kann auch in meinem ganzen Berufsleben nie sagen, dass ich als Frau irgendwie, sagen wir es ganz klassisch, diskriminiert oder sonst was gewesen wäre.
00:11:33: und für alle, die immer wegen der Lohnungleichheit Schreien, also ich sage es euch ganz ehrlich, ich habe den Job von einer Kollegin übernommen, die zu dem Zeitpunkt deutlich mehr verdient hat und ich habe das nie bekommen.
00:11:45: Wo kann man sagen, aber das war ja auch eine Frau und das war die gleiche Position.
00:11:48: Ja, aber Leute, es war die Zeit nach zweitausend.
00:11:51: Da liefen die Uhren anders.
00:11:53: Da konnte man das machen.
00:11:55: Ich habe nie eine Lohnungleichheit zu Männern gespürt.
00:11:58: Nein, ich habe sie einfach zu Frauen gespürt.
00:12:00: Und diese Frau kann auch nichts dafür.
00:12:02: Das möchte ich ja ganz deutlich sagen.
00:12:03: Das war ja ihr Weg und ihre Geschichte.
00:12:05: Und sie war halt einfach fünf Jahre älter.
00:12:07: Ist zu einem besseren Zeitpunkt eingestiegen.
00:12:09: Punkt.
00:12:10: Also am Ende des Tages sage ich es euch ganz ehrlich.
00:12:13: Wer darunter leidet, dass das so ist, der muss selber was dafür tun.
00:12:17: Denn die großen Betriebe können es sich heute nicht mehr leisten, ungerecht zu bezahlen oder unterschiedlich zu bezahlen.
00:12:23: Und wenn du es rausbekommst, ja, dann hast du einen brutalen Betriebswort meistens im Rücken.
00:12:28: Und in den kleinen Betrieben hast du zwei Möglichkeiten.
00:12:31: Du sagst was oder du lässt es.
00:12:33: Und wenn du halt nichts sagst, weil du halt keine Ahnung Angst hast, dass du deinen Job verlierst oder sonst wie das ist, ja.
00:12:40: eine berechtigte Geschichte, aber es wird dich halt nicht weiterbringen.
00:12:44: Wenn Angst dich leitet, dann triffst du keine guten Entscheidungen.
00:12:48: Aber es kann zum Beispiel auch sein, dass wir viele Mädels, glaube ich, da trifft es zu, die sagen, hey, ich habe einen guten Chef, der akzeptiert, dass ich wegen den Kindern mal schnell wecken muss.
00:12:58: Ich habe Kolleginnen, die mir nicht den Hals umdrehen, weil ich jetzt schon wieder zu einer Kindkrank war.
00:13:04: Ich weiß, dass ich woanders vielleicht mehr bekäme, aber bekomme ich auch dieses Umfeld.
00:13:09: Und ob man dann zufrieden oder nicht, so, und ob man jetzt grundsätzlich sagt, dass gewisse Berufsgruppen besser oder schlechter bezahlt werden müssen, das ist eine ganz eigene Diskussion, die ich mir gar nicht erlauben kann zu führen.
00:13:27: Aber man muss schon grundsätzlich sagen, es geht ja nicht einer her und sagt, und du gehst in die Pflege und du gehst Kinder erzieren und du, sondern da ist die Entscheidung, das tun zu wollen.
00:13:40: Und ob man dann zufrieden ist mit seinem Paket oder nicht, hängen aus meiner Sicht ein paar mehr Sachen ab.
00:13:46: Es gibt Frauen, die mir heute noch schreiben.
00:13:48: Steffi, ich arbeite seit dreißig Jahren in der Pflege gegen allen Wiedrigkeiten und sonst wie, aber ich liebe meinen Job.
00:13:55: Ich liebe, wenn ich diesen Menschen ein Lächeln ins Gesicht saubere Punkt.
00:14:02: Wir bräuchten mehr davon, die ihren Job mit Liebe machen, aber Am Ende des Tages ist es jedermann selber Entscheidungen.
00:14:09: Auch ich habe mich für alle diese Dinge immer wieder entschieden, auch wenn ich sie vielleicht nicht immer im Plan hatte.
00:14:14: Also bis dato ist jetzt nichts passiert.
00:14:17: Ich könnte jetzt natürlich so sagen in diesem letzten Betrieb, in dem ich ja auch Assistentin der Geschäftsführung war und einen wirklich fantastischen Chef hatte, von dem ich viel gelernt habe, an dem ich heute noch ganz oft denke.
00:14:33: weil er so ein paar Sätze mitgebracht hat und einer davon war zum Beispiel, mein Kind dann zu den letzten Tage, bevor ich in Mutterschutz ging, sagte der Steffi, lass dich nie, also quasi davon leiten, was du für dein Kind bist und was dein Kind will.
00:14:51: Es sind zwei paar Stiefel.
00:14:52: Also definiere dich nicht über den Erfolg deiner Kinder.
00:14:57: Und das verstehst du in den Moment noch nicht.
00:14:59: Aber dieser Satz ist so, Da ist so wahr geworden in meinem Leben.
00:15:06: Und ich glaube, meine Kinder profitieren heute tatsächlich von diesem Spruch, weil ich gut akzeptieren kann, dass sie für sich andere Dinge entscheiden und andere Wege gehen, wie ich es mir vielleicht wünschen würde.
00:15:23: Aber man muss immer auch ehrlich sein, wünsche ich es mir... aus größten Herzen oder wünsche ich es mir, weil es heute schön ist, zu sagen, ach ja, und übrigens meine drei Kinder gehen aufs Gymnasium.
00:15:37: Das ist ein großer Unterschied und das, wenn man mal ein Feind für sich hat, dann lebt sich es viel, viel leichter.
00:15:43: Und ich denke mir heute oft, manche haben sehr, sehr viel Stress und Druck mit den Kindern zu Hause wegen dieser Schule und ich denke mir immer, weswegen, weil in diesem Land kann niemand durchs Raster fallen.
00:15:58: Also schulwisch gesehen, das ist überhaupt nicht möglich.
00:16:01: Es gibt so viele gigantische Möglichkeiten.
00:16:03: Und ich sage es dir ganz ehrlich, der geschmeidigste Weg ist einfach ein schöner Mittelschluss, M-Abzug, dann eine Lehre, dann auf die Post und dann weiter ins Studium.
00:16:13: Dieses Kind hatte noch echtes Leben.
00:16:16: Das hatte noch Jugend, das hat kein Stress und kein Druck gehabt.
00:16:19: Das hat sich einfach eine chillige Zeit gemacht und ist dann gestärkt mit dem, was es selber leisten wollte, ab in die Wirtschaft.
00:16:26: Das sind dann auch die Leute, die du zu Problemen schicken kannst, weil die haben dann schon gelernt, dass das Leben ein bisschen aus mehr Seiten außer Betudelung bis zur tretzenden Klasse besteht.
00:16:36: Mir gefällt dieser Vorgang und das ist etwas, da kann man anderer Meinung sein, da kann man sagen, aber noch mal Leute, es sind halt Möglichkeiten, Lösungen und Optionen.
00:16:49: Also jetzt hatten wir diesen verändert, nicht bleibt zehn Jahre zu Hause nach dem beruflichen sagen wir es einfach mal doch eine schöne Laufbahn hingelegt, man muss auch dazu sagen, wir hätten keine Kinderwünsche gehabt, ja, also hätte ich weiter im Job geblieben, hätte ich auch quasi aus dieser Stelle weiter in Führungsverantwortung gegangen, also hätte ein eigenes Team bekommen, ob das dann so schickt gewesen wäre für mich, also mir den Prinzessinnenstatus dieses Elfen beim Turms zu nehmen, ich Ich glaube, heute es war besser, dass das Leben an dem Zeitpunkt beruflich geendet hat.
00:17:27: Ich bin wahrscheinlich heute auch keine so schlechte Chefin, aber ja, aus diesem, ich bin nett und gehe dann in diese Chefrolle.
00:17:40: Da wäre ich ja nicht die erste, die dran ein bisschen knapp hat.
00:17:42: Sagen wir es einfach mal so.
00:17:45: Von dem her, das war so dieses berufliche und ich möchte auch noch was dazu sagen, in dieser ganzen Berufszeit gibt es tatsächlich nur eine einzige Situation, wo ich mir mal gedacht habe, okay, zu viele alte weiße Männer in einem Raum.
00:18:06: Das war in einem Gespräch unter Bankern, die dir so quasi ein bisschen, ja, oh ja.
00:18:15: Hatte die Sekretärin mitgenommen, genau.
00:18:17: Und nett, weil dieser Sekretärin den Job ohne Schmand, Leute, hey, diese ganzen Vorstände und sonst was wären ohne ihrem Vorzimmer, hey, richtig gut aufgeschmissen.
00:18:25: und auch viele, viele andere Menschen, die so einen Luxus haben, jemanden zu haben, der ihr Leben auch im Beruf ein bisschen mitorganisiert.
00:18:35: Es hängt immer ein bisschen darauf ab, wie ich das sehe.
00:18:37: Und ich habe immer gesagt, ich bring mein Chef auch ein Koffe, weil jede ... Jede Bedienung würde sich freuen, wenn sie mein Gehalt hätte.
00:18:44: Also, ich habe das halt einfach gemacht.
00:18:49: Ich habe mich damit nicht diskriminiert oder sonst was gefühlt, sondern immer mir gedacht, mir bricht das kein Sacken aus der Krone.
00:18:56: Ich renne ja eh in die Küche, ob ich den Kaffee mitbringe oder nicht.
00:19:00: Ich habe auch irgendwann begonnen, meinen Chef Wasser hinzustellen und gesagt, Sie trinken viel zu wenig.
00:19:04: Leute, ich bin schon immer die Mutter der Kompanie gewesen.
00:19:07: Ich mochte diesen Job.
00:19:08: Und ich habe auch, wenn wir so Team-Events und so gemacht haben, ich habe auch das T-Shirt mit diesen Aufschriften bekommen.
00:19:13: Und wir haben total tolle Events gemacht.
00:19:15: Liebe Grüße an mein Team von damals.
00:19:17: Ich denke total gerne zurück.
00:19:19: Mir läuft es gerade eiskalt im Buckel runter.
00:19:21: Wir haben echt früh gewuppt.
00:19:22: Und falls jemand von euch diesen Podcast hört, meldet euch gerne mal bei mir.
00:19:26: Ich würde gerne wissen, wie es euch geht.
00:19:29: Nein, an dieser Stelle etwas, was mich ausmacht.
00:19:32: Ich bin keine gute Kontakthalterin, wenn ich mehr als eine Geschichte wieder raus bin.
00:19:39: Manches bleibt hängen, aber die meisten Menschen tatsächlich in meinem Leben, die enden auch mit dieser Lebensphase.
00:19:44: Aber nicht, weil wir uns zerstritten haben oder nicht wollten, sondern halt einfach, weil sich so ergeben hat.
00:19:49: Auch eine schöne Geschichte muss man auch mal drüber sprechen.
00:19:51: Es erleichtert mir natürlich auch vieles im Leben.
00:19:54: Du hast keinen Ratnischwanz, den du mit ... mit immer bringst, sondern man hat eine relative Freiheit und man hat natürlich auch immer ein bisschen Probleme damit.
00:20:07: Was war vorher?
00:20:08: Ja, ich habe studiert.
00:20:10: Ich habe nicht klassisch an der Fachhochschule oder an der Universität studiert, ich habe an der Berufsakademie studiert.
00:20:15: So, das ist schon wieder so etwas, wo ich sage, wenn du mich heute kennst, dann sagst du, du bist wie die Faust aus, okay, ja?
00:20:22: Die Berufsakademie hat, wenn du den Abschluss machst, ungefähr einen Fachhochschul.
00:20:29: Abschluss.
00:20:30: Ich habe auch einen Bachelor Degree quasi gleichzeitig.
00:20:35: Also das ist ungefähr das, was man da macht.
00:20:38: Ich bin dazu nach Borden-Württemberg, nach Ravensburg.
00:20:41: Das war eine wirklich, wirklich tolle Zeit.
00:20:45: Aber was macht dieses Studium aus?
00:20:48: Du hast eine Arbeitgeber.
00:20:49: und du studierst Berufsbegleitend, aber immer im Block.
00:20:53: Also du gehst drei Monate in den Betrieb und drei Monate bist du vor Ort.
00:20:56: und in diesen drei Monaten an der Universität oder an dieser Fachausbildung hast du Anwesenheitspflicht und du hast mehr oder weniger ein vierzig Stundenplan.
00:21:04: Also damit das halt von den Stunden hin bekommt.
00:21:07: Das ist Druckbetankung.
00:21:08: Es dauert drei Jahre hinterher.
00:21:09: Schreibst du deine Diplomarbeit und machst dein Diplom und Das war erstens mal total genial für mich.
00:21:21: Also ich mochte das.
00:21:24: Wir waren eine große Gruppe und die Studiengänge vorher waren nur halb so groß und dann kam unsere dieses Ding.
00:21:33: Na ja, wenn man da wo reingeht, da will man natürlich Studiensprecher werden und so.
00:21:37: Ja, das war immer so, ich wollte diese Ämter.
00:21:39: Ich wollte diese Ämter, ich wollte auch das da.
00:21:42: Und sind wir aber ehrlich, mich wollten immer nicht immer alle, weil Ich war halt nie die coole Socke.
00:21:49: Aber ich habe dann diese Titel bekommen, wie hey Steffi, du bist unser Listenfrau.
00:21:55: Was heißt das?
00:21:56: Da gab es halt irgendetwas zu organisieren, also es ging glaube ich darum, dass wir, Entschuldigung bitte, es ging darum, dass wir aufgrund unserer Größe in verschiedenen Geschichten geteilt werden müssten.
00:22:10: Und dann wollten die da anfangen, wer mit wem, wann und ob Dienstag besser ist wie Mittwoch.
00:22:14: Ich sagte, hey Leute, stopp!
00:22:16: Ihr macht jetzt eine Liste, fünfzig Namen, du trägst dich hinten ein und diese Liste geht an den Professor und dann ist das Thema erledigt.
00:22:23: Merkt ihr das?
00:22:24: Da war ein Problem.
00:22:25: Da wollten sich ein paar Zertote diskutieren.
00:22:27: Die Steffi dachte sich, okay, gut, das kürzen wir ab.
00:22:29: Die Liste ist die Lösung so.
00:22:31: Das habe ich dann drei Jahre lang gemacht.
00:22:32: Ich habe verdammt viele Listen geschrieben.
00:22:35: Okay, gut.
00:22:36: Ob man mich menschlich und inhaltlich wirklich als Schüler oder als Studienvertreter gesehen hat, das glaube ich nicht.
00:22:47: habe ich das immer leicht weggesteckt?
00:22:49: Nein, ich habe da viele Phasen des Leidens und des Grübelns und mit sich ausmachen und sich in Frage stellen und so weiter.
00:23:00: Ganz ehrlich, du willst ja einfach immer nur dazugehören.
00:23:03: Du willst ja gemocht werden, du willst ja irgendwie so zu den Kuhlen gehören.
00:23:11: Und ich Stand wahrscheinlich immer so dazwischen.
00:23:15: Ich habe nicht zu den Coolen gehört und war vielleicht ein bisschen cooler wie die Nerds, aber naja.
00:23:22: Schwamm drüber.
00:23:24: Ich erzählte dir die gleiche Geschichte jetzt nicht noch viermal.
00:23:26: Ich hatte das als Schülersprecher, als Klassensprecher, alles was weiß ich ja.
00:23:29: Ich immer wieder die gleiche Chance.
00:23:32: Man würde einfach sagen, Steffi, hast du nichts draus gelernt oder so?
00:23:35: Nee, es gibt Menschen, die müssen öfters mit dem Hirn gegen die Wand rennen und andere haben es noch mal erst einmal verstanden.
00:23:41: Ehrlicherweise, der, der beim ersten Mal aufhört, es zu wollen, wer sagt, ah, die wollen mich nicht, der hat etwas gelernt fürs Leben.
00:23:47: Der, der öfter das Anlauf nimmt, hat immer noch die Hoffnung, dass vielleicht doch mal einer ist, der es toll findet.
00:23:52: Und schiehe da, jetzt habe ich ein Podcast und ein Buch und ein Instagram-Kanal und das finden auch nicht alle toll, aber ich sehe, es gibt Menschen, die finden es toll und das Recht.
00:24:03: Und das sind immer so Punkte, wo ich sage, das sind die Momente, die dich... dahin bringen, wo du heute bist.
00:24:09: Ob jetzt die Geschichte, dass ich sage, ich habe da drunter gelitten, da wird es jetzt ein paar geben von euch, die das kennen und andere sagen, die kennen, die wollten wir nicht dabei haben.
00:24:20: Ist in Ordnung, ich sage es euch sogar, als ich dieses Social Media Spiel begonnen habe, sind mir diese vier Frauen, gegen die du immer ankennst, auch gleich wieder über den Weg gelaufen.
00:24:29: Ich habe mich gefühlt, wie auf dem Schulhof am Anfang.
00:24:33: Was ich heute weiß ist, dass man schon sehr wohl weiß, wer ich bin und was ich tue, was ich mache, dass man auch bis zu einem gewissen Grad anerkennt, dass ich das anders mache oder dass ich meinen Weg mache.
00:24:46: Aber man würde nie sagen, dass ich es gut mache.
00:24:48: Also dann würde man sich ja so.
00:24:50: Das ist in Ordnung für mich.
00:24:52: Aber du musst den Prozess lernen.
00:24:54: Und dann hatte ich so.
00:24:56: Ich glaube, in der Grundschule wurde ich nie Glassensprecherin.
00:25:01: Da kann ich gut darüber hinweg.
00:25:03: Also ich habe keine Dinge aus dem Ganzen.
00:25:07: Und diese Studium, das habe ich einfach durchgezogen und in diesem Studium wurde ich tatsächlich das erste Mal überrascht.
00:25:16: So selber über mich überrascht.
00:25:18: Also es gibt ja so Menschen, die leisten viel und wissen dann, okay, wenn sie sich jetzt ein bisschen anstrengen, dann schaffen sie auch eine Einsin der Klausur.
00:25:27: Ich kannte das nicht.
00:25:28: Also ich war eine unheimliche fleißige Schülerin, ich habe mich unheimlich vorbereitet, aber Es hat den ganz vielen Fällen dazu geführt, dass wir gesagt haben Gott sei Dank, es war eine Vier.
00:25:39: Ich kannte dieses Prinzip nicht, ich setz mich hin und lernen und hab hinterher die guten Noten.
00:25:44: Das hat auch ehrlicherweise in den neunzigern nicht funktioniert am Gymnasium.
00:25:49: Wir waren tatsächlich mit der dreieitete Vier einfach brutal froh, weil es war keine Fünf und eine Eins oder zwei.
00:25:56: Also das war keine normale Note zu dem Zeitpunkt.
00:25:59: Das war nicht irgendwas, weswegen wir den Klassen-Schnitt gedrückt haben.
00:26:02: Unser Klassen-Schnitt lag immer irgendwo bei vier.
00:26:04: Und damit waren auch seventy-fünf Prozent total glücklich.
00:26:07: Und die, die besser waren, genau.
00:26:11: Die haben es bis heute verdient.
00:26:13: Die haben es halt einfach drauf gehabt.
00:26:15: Die haben es bis heute drauf übrigens.
00:26:18: Sind wunderbare Menschen.
00:26:20: Ich würde mal sagen, die Nerds von damals sind... Unheimlich spannende Gesprächspartner geworden heute.
00:26:28: Das mag ich sehr und das zeigt mir auch, dass egal wie du und wo du bist in einer Gruppe, ob du dazugehörst, ob du am Rand stehst oder wie ich immer, jeder macht seinen Weg, nur in dem Moment fühlt sich es oft zu schwer an.
00:26:43: Und wenn du so ein Kind hast, das darunter leidet oder sonst wie oder wenn du Angst hast, dass es zum Außenseiter wird oder so weiter, es ist einfach so manchmal im Leben, dass du in der falschen Gruppe stehst.
00:26:54: Punkt.
00:26:55: Das kann in der Ausbildung, das kann, wenn ansonsten die Entwicklung normal ist, dein Kind keine Aussetzer hat, sich nicht rützt oder sonst wie.
00:27:03: Das ist einfach ein ganz normales Kind, das mit der Gruppe nicht kann.
00:27:06: Punkt.
00:27:07: Du hast auch Arbeitskollegen, die du nicht kannst, nur weil man das tut und weil man sich regelmäßig trifft und weil man doch was ausmachen muss und weil man doch was muss man im Leben.
00:27:17: Also, man muss ganz, ganz wenig und wenn diese so entscheiden heute und durchziehen und glücklich sind, dann hat das Kind eh schon etwas im Leben gelernt, was viele andere gar nicht haben.
00:27:24: So, also sei glücklich an der Stelle.
00:27:26: Und ich sage einfach nur, wenn ich dieses Konklammerat, diese Schule nehme, dann habe ich die gleiche Wiederholung.
00:27:31: Ich wollte diese Ämter, ich habe sie nicht immer bekommen.
00:27:35: Wenn ich sie bekommen habe, habe ich sich das nie so angefühlt, wie wenn man mich wirklich da drinnen haben wollte, sondern, naja, dann machen wir sie halt nur zum Dritten, damit startet es oder so, ja.
00:27:47: Ich wollte diese Enter, weil ich mal irgendwo gelesen habe, dass, wenn man berufliche Ambition hat, dass es halt schon gut ist, wenn man halt auch dokumentiert, dass man bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, sich zu engagieren und so weiter.
00:28:05: Ob ich diese Ämter dafür für meine Liste gebraucht hätte oder ob vielleicht einfach in einem Gespräch schon klar geworden wäre, dass ich sehr viel mache und tue, ich weiß es nicht.
00:28:14: Du liest halt solche Ratgeber oder du kriegst solche Tipps und dann macht man das.
00:28:20: Und dann muss man ja immer sagen, wenn du dann für so was ausgewählt bist, musst du halt deinen Job machen.
00:28:25: Aber um das ging es gar nicht.
00:28:27: Ich wollte nicht den Titel und nicht die Arbeit, sondern ich war immer, ich will das und ich bin auch bereit, die Arbeit dafür zu machen.
00:28:33: Punkt.
00:28:35: Und das ist halt mein besser und mein schlechter passiert.
00:28:40: Diese Schulzeit, mit diesen... Genau, jetzt wollte ich eigentlich irgendwas, was mich in diesem Studium so überrascht hat.
00:28:48: Das Studium war für mich bis auf einfach.
00:28:55: Wenn ich jetzt sage, ein Spaziergang, dann stimmt es nicht ganz, aber ich habe ja natürlich ein Fach gewählt, Betriebswirtschaft, das ist jetzt nicht wirklich spannend, aber... Diese Vorgänge, dieses Denken danach und so weiter, das war ja irgendwie, wo ich mich wohlgefühlt habe.
00:29:12: Also waren für mich viele Sachen logisch.
00:29:16: Wenn was logisch ist, lernt sich es tatsächlich leicht.
00:29:21: Wir hatten ein paar gute Lerngruppen, wenn es ein bisschen enger wurde.
00:29:25: Auch an der Stelle.
00:29:25: Herzlichen Dank an alle, die sich da quasi gegenseitig durchgeschaut haben.
00:29:31: Es gab ein einziges Fach, in dem ich gottig versagt habe.
00:29:35: Das war recht.
00:29:37: Also für mich ist quasi das Zusammensetzen von Paragrafen in einer richtigen Reihenfolge, um eine korrekte Argumentation auszuführen.
00:29:43: Bis heute ein Buch mit sieben Siegeln.
00:29:45: Ich rufe heute jemanden an, wenn ich Hilfe brauche.
00:29:49: Nein, das war sicher nicht mein Fach.
00:29:52: Aber ich habe dann eine Studienarbeit geschrieben über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
00:30:01: Schon wieder so ein Ding, wo ich mir sage, Hey, das ist mir erst zwanzig Jahre später klar geworden, dass da schon dieser Funken, ich probiere das, ob das geht mit Family und Job.
00:30:13: Ja, der war schon mal da, da hatte ich ja von Tuten und Blasen und Familie und Kinder, keine Ahnung, aber schreibe mir halt mal eine Facharbeit drüber, weil da war dieses, das muss doch gehen, das muss doch gehen, dass man diese berufliche Ambition hat und dass man Kinder will.
00:30:27: Und so habe ich da geschrieben.
00:30:32: Und dann hatte ich in diesem Abschluss ganz knapp eine Eins vor dem Komma.
00:30:37: Und ich hatte diese Eins vor dem Komma so gefreut, weil ich ja gefühlt... Es war nicht so wie im Gymnasium, dass man drückt, drückt, drückt, Power, Power, Power.
00:30:50: Und dann war es nur eine Vier, sondern da hat man halt so ganz okay gelernt.
00:30:57: Und dann stand da das und das war so ein Moment, wo ich mir gedacht habe, hey krass, das war so, ich weiß noch, ich bin im Flur von meinem Eltern gestanden, habe diesen Zettel aufgemacht, wo die Notenbescheinigungen drin sind und habe wirklich laut heils geschrien, weil ich mich einfach so gefreut habe, weil nicht klar war, dass diese Note stand.
00:31:16: Also ich wusste, es wird irgendwas um zwei rum, aber dass das Kommen nach unten gerutscht ist, Ja, das hat mich damals mit unheimlichen Stolz erfüllt.
00:31:26: Gut, das hilft ja auch nix, wenn du dann zwanzig, drehenzwanzig ein Job gesucht hast.
00:31:30: Ja, zwanzig, zwei, daßendrei ein Job gebraucht hast.
00:31:33: Ja, nach dieser, nach diesem wirtschaftlichen Einbruch.
00:31:37: Aber es ist halt mal passiert.
00:31:40: So, und jetzt gehen wir zurück in diese Schulzeit, weil das sind, wie soll ich das jetzt sagen?
00:31:53: Ich glaube, das zeigt schon, dass ich mich als Mensch nicht verändert habe, sondern dass sich einfach immer dieses Mädelglied blieben.
00:32:01: Es ist einfach unheimlich vielmacht.
00:32:03: Und alle diese Dinge, die ich in meiner Schulzeit getan habe, also nur damit du so ein Gefühl bekommst, es war immer ein Musikinstrument da.
00:32:12: Es war immer mehr oder weniger ein bis drei Vereine da.
00:32:16: Es war immer das schulische Engagement da.
00:32:20: Dazu kamen teilweise Gruppenstunden in diversen kirchlichen und nicht kirchlichen Organisationen war und dann war halt nur das Schulleben.
00:32:31: Also ich hatte eine fünf Tage Woche, teilweise eine sechs und sieben Tage Woche mit vollem Plan.
00:32:39: Als kleineres Kind war das eher so, ach Steffi geh halt in Chor, schau her, die andere Steffi geht auch in Chor und geh halt mal mit.
00:32:50: Viele dieser Dinge habe ich nett getan als Kind, weil ich das unbedingt tun wollte, sondern weil man halt das so gemacht hat.
00:32:58: Das ist so wie ein Bisseller am Dorf.
00:33:00: Jeder, der nicht bei drei schreit, der will nicht Fußball spielen, geht heute mal mit und bleibt halt.
00:33:04: Die bleiben hängen oder die gehen halt wieder.
00:33:06: Aber so war das halt auch so ein bisschen.
00:33:10: Ich hatte Tennisstunden, ich hatte Skigeumnastik.
00:33:14: Wir sind zusammen in Skige fahren.
00:33:15: Wir waren im Skiglub.
00:33:16: Ich war im... Ich war in Kolping zeitweise.
00:33:22: Ich war in den Gruppenstunden von der Kirche.
00:33:24: Ich war Chor in der Schule, wenn ich musste.
00:33:28: Und dann im Orchester.
00:33:29: Dann müssen im Sinne von, du musst halt deine Punkte erfüllen.
00:33:35: Dann habe ich relativ spät in meinem Leben begonnen.
00:33:40: Jemand hat gesagt, hey Steffi, so ein bisschen Bewegung im Leben wäre nicht schlecht.
00:33:43: Also ich war noch nie der Bewegungschanke, um das gleich vorne wegzunehmen.
00:33:46: Hey komm, Wolle Boy wär doch für dich was.
00:33:48: Du bist doch von der Statue, du bist groß, du bist so quasi, macht es doch.
00:33:53: Dann hab ich das also angefangen mit Wolle Boy, da war ich sechzehn.
00:33:57: Und da hat man jetzt quasi nicht so dieses, naja, das machen wir schon so kindlichen Spieltrieb und schon ein bisschen gelernt, wie's geht und so weiter.
00:34:05: Und dann war mein, und ich glaube, ich hatte immer so ein bisschen Glück, in meinem Leben auf Menschen zu treffen.
00:34:12: Wir hatten damals einen... um es kurz zu machen.
00:34:19: Heute, wer die Wolle bei Szene kennt, es gibt die Roten Raben aus Fürzbiburg.
00:34:25: und quasi in dieser Gründungsphase dieser Roten Raben vor twenty-fünf Jahren war ich halt einfach so ein ganz normales Vereinsmitglied.
00:34:33: Aber es war so eine unheimliche Aufbruchsstimmung in diesem Verein und es wurde so unheimlich viel angeschoben.
00:34:40: Es waren so Menschen dabei, die diesen Verein groß machen wollten.
00:34:44: Da haben die noch nicht in der Bundesliga gespielt, da haben die das alles aufgebaut.
00:34:48: Aber das war so, das war einfach richtig schön.
00:34:52: Es war die Gemeinschaft auf die natürlich so Menschen wie ich.
00:34:58: Wunderbar passen.
00:34:59: Man will was anschieben.
00:35:00: Man kann sich engagieren.
00:35:01: Man kann sich einbringen.
00:35:02: Man wird auch als junger Mensch ernst genommen, weil man natürlich auch die Arbeitskraft gerne nimmt.
00:35:07: Aber das war so ein Win-win.
00:35:09: Und wir hatten heute zu dem Zeitpunkt und das war natürlich der, ich sag heute, das war der Glücksgriff für diesen Verein.
00:35:17: Wir hatten einen ehemaligen Nationaltrainer aus Tschechien.
00:35:23: Ein wunderbarer Mensch.
00:35:24: Also bis heute größte Bewunderung dafür.
00:35:28: Und der hat irgendwann zu mir gesagt, so Steffi, du hast jetzt zwei Möglichkeiten.
00:35:31: Entweder du gibst jetzt Gas oder du hörst auf.
00:35:34: Boah, das sagt man in mir.
00:35:36: Entweder du hörst auf oder du gibst jetzt Gas.
00:35:38: Und ich sagte, okay, dann gehen wir jetzt Gas.
00:35:40: So, dann habe ich als sechzehnjährigen mit den achtjährigen, mit den zehnjährigen, mit den zwölfjährigen trainiert, hab mit den Männern trainiert und hab mit den Frauen trainiert.
00:35:48: Ich stand teilweise fünfmal in der Woche in der Halle.
00:35:51: Leute, ich wollte nicht Profi-Wolle-Beispielerin werden.
00:35:54: Ich wollte auch nicht in diese erste Damenmannschaft und in die Bundesliga.
00:35:57: Da hat einfach nur einer gesagt, du setz dich jetzt auf den Hustenboden und dann wird's.
00:36:03: Und ich habe das durchgezogen.
00:36:08: Und ich bin dann mit den Mannschaften auch pöpö aufgestiegen und so weiter.
00:36:13: Ich habe aber auch etwas gelernt in der Zeit.
00:36:16: Also du brauchst jemanden, der an dich glaubt.
00:36:19: Das macht es leichter, der sagt, da schaffen wir.
00:36:23: Das kriegen wir hin.
00:36:25: Ich habe diese Haltung mitgebracht.
00:36:27: Mit Fleiß und Ding.
00:36:28: Das geht schon.
00:36:28: Also wenn man sich reinknied, das wird schon.
00:36:31: Also da ist.
00:36:31: natürlich diesen Match brauchst du immer.
00:36:36: Und ich kürze das Ganze jetzt ab.
00:36:40: Als die Schule aus war und ich quasi halt nach Baden-Württemberg musste, habe ich auch dieses Wolleball quasi von heute auf morgen beendet.
00:36:49: Und so ein Jahr oder zwei später habe ich eine der besten Spielerinnen aus meiner Mannschaft damals, ähm, wiedergetroffen, dann sagt sie so zu mir, ah, schon Schott, dass du aufgeht hast, du warst zum Schluss so richtig gut.
00:37:08: Und das war dann mein, wie soll ich das jetzt sagen?
00:37:13: Das hat das Ganze abgeschlossen, das war so mein Strich unter dem Ganzen, denn dazwischen noch eine Geschichte, weil sie so bezeichnend ist.
00:37:22: Ich war ja so dieser... von außenkommende ambitionierte, derseits so unbedingt will.
00:37:27: Ich gehörte nicht zu den Älteren, die schon immer Wolleberg spült haben.
00:37:31: Und ich war sowohl Damen als auch Jugend.
00:37:36: Für die Jugend war ich schon zu alt und für die Damen war ich eigentlich noch zu jung.
00:37:40: Oder da gehörte ich halt auch nicht dazu.
00:37:42: Immer dieses Gleiche, da gehört sich eigentlich nicht dazu.
00:37:44: Immer zwischen den Stühlen.
00:37:46: Leute, warum ich so viel grau bin, das hat ja schon ... Das hat ja schon immer wieder seine Wurzeln.
00:37:53: Ich weiß auf jeden Fall, dass ich von der Jugend raus in diese Damenmannschaft durfte und der damalige Trainer hat das auch ganz bewusst zu entschieden, wie gesagt, Hey Steffi.
00:38:07: Du bist jetzt quasi nicht die beste Spielerin zu dem Zeitpunkt, aber du bringst diesen Elan und diese Motivation mit, du kannst die mitreißen, du schreist auch noch, komm wir schaffen das, wenn es eigentlich schon im Satz immer so gut steht.
00:38:21: Also das heißt, er hat mich nicht geholt, weil ich so gut war, sondern er hat mich geholt, weil ich ihn motivator war.
00:38:26: Merkst du was?
00:38:28: Das sind die Momente, wo ich mir denke, ja, du bist nicht irgendwann anders, sondern du bist schon immer diese Person, nur erzähle ich drüber, dass ich so bin oder nicht.
00:38:39: Und jetzt muss ich dann aufhören, auch bald zu erzählen, weil wir brauchen heute eine kurze Folge.
00:38:42: Entschuldigung an meine Ediktirmädels an der Stelle beim nächsten Mal wieder.
00:38:47: Und dann stand ich also da und habe das, was man mir gesagt hat, sein Motivator in den Spielen und so weiter ausgelebt.
00:38:56: So, jetzt kann sich der eine oder andere vorstellen, wie das funktioniert, wenn so ein Mädel den erfahrenen Älteren quasi Motivation geben soll.
00:39:06: Ja, es ist ein bisschen schiefgegangen.
00:39:08: Ich wurde dann zur Seite genommen in einem Gespräch und man hat mir dann also mitgeteilt, dass das überflüssig sei und dass ich übergriffig sei in dem Moment, weil ich das tue und so weiter.
00:39:16: Und ich soll das quasi doch lassen, weil es stünde mir nicht zu.
00:39:22: Jupp, damit musst du dann halt auch leben.
00:39:26: Natürlich bist du gekränkt, natürlich bist du sauer, natürlich bist du, hat es mich jetzt umgebracht.
00:39:31: Nein.
00:39:34: Lache ich heute drüber?
00:39:35: Ja, fand ich es damals zum Lachen.
00:39:37: Nein.
00:39:39: Aber merkt ihr das?
00:39:39: Das sind immer wieder diese gleichen Sachen in meinem Leben, wo ich mir heute denke, ja, dieses Universum wollte einfach ständig wissen, ob du wirklich weiterlaufen willst, ob du es wirklich willst.
00:39:52: Und ich denke mir, dass bis heute das Universum macht, dass bis heute mit mir so.
00:39:56: Willst du wirklich?
00:39:57: Wir machen es dir nicht so leicht, weil wer weiß, vielleicht wird sie dann irgendwie weiß ich nicht, vor was das Universum Angst hat.
00:40:04: Doch, ich glaube, ich weiß schon, vor was das Universum Angst hat, dass ich aufräumen könnte, dass die Lösungen so einfach werden.
00:40:10: Aber, Leute, ich habe keine Ambition auf dem Gebiet.
00:40:13: Es muss niemand Angst haben.
00:40:15: Ich bin sehr gerne in meinem Kosmos und wir sind ja hier in einem, die meisten haben mich an den Ohren, aber... Wenn ich jetzt hier meinen Kopf so nach rechts drehe, dann schaue ich einfach in meinen Schneeverschneitengarten.
00:40:28: Freu mich jetzt, dass die Sonne aufgeht und denke mir, ihr möcht jetzt gar nicht irgendwo anders sein.
00:40:33: Ich finde es einfach nur genial.
00:40:36: Und mein größtes Geschenk wäre, wenn ich da jetzt, glaube ich, einfach sechs Stunden mit einer Tasse Tee einfach nur rausschauen könnte und nichts.
00:40:44: Wir sehen sagen und dann ist meine Welt heile.
00:40:46: Aber das ist halt meine kleine Freude des Alltags.
00:40:53: Und wenn du halt sagst, nur aber ich will jetzt auf dem Berg und ich will Skifahren und sonst fühle ich mich nicht, dann ist das dein Weg.
00:41:02: Aber ich muss jetzt deshalb nicht in die Berge, nur weil es da draußen nicht schon so schön schneit.
00:41:06: Ich kann jetzt auch einfach hier übers niederbärtsche Land laufen, da ich mich auch bewegt und war auch im Schnee.
00:41:13: Aber es ist für mich wesentlich einfacher und wenn ich dann heute Nachmittag wieder zum Arbeiten gehe und einen weiteren Kochkurs halte, dann ist das ohne Stress und Druck passiert.
00:41:25: In dieser Schulzeit, was ich dir so erzählt habe, da war einfach eine volle Woche.
00:41:32: Und die Woche ging ja nicht am Freitag zu Ende, sondern am Samstag war Spieltag mit den Damen und am Sonntag war Spieltag mit der Jugend teilweise.
00:41:41: Und im Winter habe ich halt dann dazwischen noch am Wochenende auf drei Weihnachtsfeier an Havel gespielt.
00:41:47: Also das ist der musikalische Anteil.
00:41:49: Ich bin kein musikalisches Genie.
00:41:51: Ich wollte Havel lernen, weil unsere Nachbarin das gespielt hat.
00:41:55: Man muss dazu sagen, die ist sehr erfolgreich geworden in ihrem Leben damit.
00:42:00: Und ich war halt eher so dieses Kinder.
00:42:02: Das will ich heute.
00:42:06: Sagen wir es jetzt mal so, ich bin nicht ganz unmusikalisch, aber ich habe jetzt auch kein übergeborentes Talent oder so, wie halt so viele Kinder ein Instrument lernen, sehr, sehr viel Geld investiert wird in Instrumente und Ausbildung und dann meistens mit Abschluss des Abiturs, mit den erreichten Orchester und sonst Binoten, diese Dinge häufig in der Ecke stehen.
00:42:26: Deshalb, und es wundert mich auch nicht, dass ich so ein Solo-Instrument wieder gewählt habe, Das macht es einfach immer ein bisschen komplexes Thema.
00:42:37: Heute denke ich mir oft, es wäre vielleicht besser gewesen, man hätte Klarinette oder irgend sowas, was man sich halt unter den Armen klemmen gelernt und hätte einfach die Chance gehabt, in Gemeinschaft und Gruppe viel schneller zu spielen.
00:42:50: Also das, was die Gravidänen oder Schweden machen, dass die quasi die Kinder in den Schulen einfach an Instrumente sitzen.
00:42:59: nicht so nach dem Motto willst du was draus werden, sondern einfach umzusehen.
00:43:04: Hey, ich kann in der Gemeinschaft etwas beitragen und kann musizieren.
00:43:11: Das ist also ganz ehrlich, das ist ein mega Ansatz.
00:43:15: Das würde ich würde ich so glücklich schätzen und wir haben das ja heute teilweise schon.
00:43:19: Also in den Realschulen gibt es Blazerklassen und so weiter, wo du Kinder einfach ein bisschen, die so ein bisschen ein Gefühl und ein Gespür dafür haben oder auch einfach es ausprobieren wollen gehen, spielerisch heranführst ohne diesen Erwartungsdruck, da sind wir gleich was daraus wird.
00:43:37: Darf wirklich sagen, dass aus dieser Schulzeit heraus gab es Ausnahmemusikerkinder.
00:43:42: Die sind auch heute Berufsmusiker, ja.
00:43:45: Die haben eigene Ensemble, die spielen in großen Orchestern, die spielen im Ausland.
00:43:50: Aber das war deren Passion.
00:43:52: Meine Passion war Musik.
00:43:54: Das hat man halt auch so gemacht, ja.
00:43:56: Und ich habe halt so viel gemacht und ich habe dieses viele machen.
00:44:02: Ein Teil wollte ich, ein Teil hat mir gesagt, hey, da könntest du mitmachen, wäre schön, wenn du kommst.
00:44:12: Und ich war halt motivierbar.
00:44:14: Also, ich hab nicht so gemusst, also klar, ich musste dann üben und so.
00:44:19: Und ich fand das dann als fünfzehnjährig ja nicht toll oder so, ja.
00:44:21: Aber ich, also, es hat ja irgendwie Spanns gemacht.
00:44:26: Und das war auch nicht so Stress und so weiter, ja.
00:44:30: Das Stress kam dann eher mal so in der vierten Klasse auf als wieder mal einer gesagt hat, da darfst du nicht trennen, ja, weil die Grundschule gesagt hat, das Kind ist nicht fürs Gymnasium geeignet.
00:44:39: Dann hat also meine Mutter heute noch ein großes Dankeschön, weil ich meine, die hatte auch drei oder hat drei Kinder und hat dann quasi mich durch diese Aufnahmeprüfung gebracht, das dann so ausgeschaut hat, dass der Direktor des Gymnasiums sagte, warum ist denn ihr Tochter eigentlich hier in der Aufnahmeprüfung?
00:44:55: Die konnt ihr alles.
00:44:56: Vielleicht konnte ich es wegen diesem Lernen für die Aufnahmeprüfung aus.
00:45:00: Vielleicht konnte ich es zuvor nicht, aber vorher war keiner, der es mir zugetraut hat.
00:45:04: Der gesagt hat, das Kind kann aufs Gymnasium, sondern Die Noten reichen nicht.
00:45:12: Heute sage ich dir immer, wenn ein Kind will, wird es es schaffen.
00:45:16: Wenn ein Kind nicht will, lass es da, wo es hin will.
00:45:18: Und nicht, wo du willst, dass es Kind hin will.
00:45:20: Das funktioniert nicht.
00:45:23: Das ist ein Hängen und Würgen.
00:45:25: Und natürlich kann man trotzdem sagen, ja, wir haben es durchs Abiturkschaft.
00:45:29: Ja, wer hat es durchs Abiturkschaft?
00:45:30: Deine Nerven?
00:45:33: Das war wirklich gigantisch, war ich gut in der Schule.
00:45:38: Ich war in Lernfächern gut und ich war in den Hauptfächern teilweise krottig.
00:45:41: Ich wurde ab der elften Glasse wahrscheinlich erst gut.
00:45:46: Und zuvor hatte ich krottige Zeugnisse, aber es hat immer gereicht, um vorwärts zu kommen und zeigen mir so, der Oma war wichtig, dass du eine einzelne Religion hattest.
00:45:56: Das habe ich auch immer geschafft.
00:45:57: Wahrscheinlich auch ein Eins in Sport und Kunst und sonst was ja.
00:46:00: Und sonst hatte ich halt solide Dreier bis Vierer nicht.
00:46:05: glaube ich auch den einen oder anderen fünf zwischendrin mal gehabt zu haben.
00:46:09: Englisch, Französisch, Deutsch, Mathe, Physik, meine Lieben, Bayerisches Gymnasium zwanz in den neunzig, neunzigern war einfach eine andere Hausnummer.
00:46:21: Und wir heute, meine Freundinnen und ich, so aus der Zeit, wir lachen darüber.
00:46:25: Ja, wir haben da auch keinen Bäckerer und wir hatten auch keine schlechte Schulzeit.
00:46:29: Wir wussten, was wir getan haben.
00:46:31: Ja, und wir haben Und wir haben das alles ganz gut überlebt.
00:46:37: Und dieses viele machen, dieses viele tun, das ist halt einfach mein ganzes Leben.
00:46:43: Und ich finde es so schön, als ich dann im Beruf war, durfte ich mal in so einer Führungsweiterbildung teilnehmen.
00:46:51: Da gab es eine große Auswertung.
00:47:00: Und da stand irgendwie drin, dass ich als Person einfach diesen Bienenstock brauche, weil dann bin ich quasi glücklich.
00:47:08: Und du merkst schon, dieses Assistenten der Geschäftsleitung sein, dieser Bienenstock, wo alles zusammenläuft, das war ich eigentlich schon ohne diesen Führungsgedanken heraus oder sonst was, ja schon in meiner Kindheit.
00:47:21: Das war ich schon als zehnjährige.
00:47:23: Ich hatte diesen Bienenstock, wo ich überall dabei war, wo ich überall so ein bisschen hin konnte, wo ich mich in meinen unterschiedlichen Interessen ausleben konnte.
00:47:33: Ich hatte nie so dieses eine.
00:47:34: Und deshalb ist heute, am Ende des Tages, dieses Social Media auch so, dass ich sage, ich soll nur Rezepte vorkochen.
00:47:45: Leute, ich habe großen Respekt davor, wenn das jemand kann.
00:47:49: Also, nicht so, schau, was der macht.
00:47:52: Nein, ich habe großen Respekt davor, wenn jemand sagt, der seit Jahrzehnten Rezepte vorkocht.
00:47:58: Also, der genau das macht, wo ich mir denke, Da gibt es aber noch ganz viele andere Themen, über die ich sprechen möchte.
00:48:05: Das ist schön, dass wenn ich ein Rezept vorkoche, aber es ist mir zu kurz.
00:48:11: Es ist halt nur dieses eine und die Steffi braucht halt immer dieses viele und mein Vorteil ist tatsächlich, dass dieses viele halt mich nicht überfordert.
00:48:22: oder ja, es gibt auch die Zeit, wo ich sage, jetzt ist aber... Jetzt ist der Zenit der recht, ja.
00:48:29: Aber so im Großen und Ganzen liebe ich diese Abwechslung.
00:48:33: Mit allen Problemen natürlich auch, ja.
00:48:37: Ich habe für ... ... einen großen Vorsatz und der heißt tatsächlich mehr Struktur.
00:48:48: Nicht immer so hoppla, die hoppla und das machen wir jetzt auch noch, sondern vielleicht setzen wir uns erst mal hin und schauen, ob das überhaupt zeitlich noch so alles reingeht und so weiter.
00:48:57: Denn ich brauche das nicht unbedingt.
00:48:59: Ich muss nicht wissen, was über morgen passiert.
00:49:02: Ich finde tatsächlich ein vollgeknallten Kalender, was erschreckend ist, aber hat zugleich auch was Unheimlich Beruhigendes, weil du natürlich immer weißt, um was kümmere ich mich morgen.
00:49:12: Ansonsten schreibe ich mir halt in der frühen Zettel.
00:49:15: und mein größter Vorteil, glaube ich, ist, und ich weiß nicht, ob man das wirklich lernen kann oder ob man das einfach hat.
00:49:24: Am Ende des Tages kommt es darauf an, wie viel du auf diesen Zettel schreibst jeden Tag.
00:49:29: Kannst du realistisch einschätzen, was du an diesem Tag schaffen kannst?
00:49:34: Und es ist tatsächlich wurscht, ob du Schüler bist und dir deinen Lernplan für die anstehenden Schulaufgaben zerlegst und schaust dahin, an welchem Tag muss ich jetzt was tun, damit ich da in etwa durchkomme, muss ich vielleicht schon mal zwei Tage eher auffangen, damit es nicht der Nachtschicht wird oder so.
00:49:50: Das lernt man da schon, das können da schon einige gut und andere können es weniger gut.
00:49:57: Das heißt nichts, dass die nichts werden im Leben, ja, weil sonst du weißt, wo ich hin will, sondern die sind halt vom Typ letzte Rille, die machen es halt aber auch auf letzte Rille ganz gut und teilweise vielleicht auch besser, weil sie mehr Druck im Kanal haben.
00:50:12: Ich will das, ich glaube jeder kennt diese Momente, wo ich denke, uuh, ist aber eng gewesen.
00:50:19: Und... Aber ich sage jetzt mal so, dieses in sich strukturiert sein und das alles unter dem Punkt zu bekommen.
00:50:29: Aber wie soll ich das jetzt einfach sagen?
00:50:34: Das liegt, das ist meine Geschichte, wenn du so willst.
00:50:37: Wenn du so willst, dann ist alles das, was ich heute tue, schon immer da in meinem Leben.
00:50:41: Diese Themen haben sich nicht verändert, dass ich mich freue, spreche und so weiter.
00:50:47: Ich bin nicht, ja, keine Ahnung, ich bin nicht von, so überlege ich gerade, was ich finde.
00:50:56: Es gibt keine krassen Wandel.
00:50:57: Ich bin immer der gleiche Mensch mit den gleichen Dingen, die mir schon immer Freude gemacht haben.
00:51:04: Aber ich habe halt schon als zehnjährige immer gebastelt und gemacht und ich habe als, keine Ahnung, fünfzehnjährige lieber dann das Mittagessen gekocht, wie meinen Eltern im Garten zu helfen.
00:51:15: Das war halt mein Deal und ich habe im Studium gekocht, weil ich Es ja so kannte, dass man sich einfach was zum Essen kocht und so weiter.
00:51:23: Ich habe keine Geschichte, nur gesagt, da war es ganz krass und so weiter.
00:51:28: Und dann habe ich begonnen, mich damit zu beschäftigen.
00:51:31: Sondern alles war schon immer da in meinem Leben.
00:51:34: Alles war schon immer um mich herum.
00:51:38: Und ich habe die Dinge, die natürlich auf Fluchbaumboden gefallen sind, einfach weiter gemacht und auch weiter gelebt.
00:51:45: Und es gibt halt einfach ganz viele andere Dinge, die jucken mich halt.
00:51:48: überhaupt nicht.
00:51:49: Die haben mich aber noch nie gejuckt.
00:51:51: Also ich habe als Kinder schon keine gern Ausflüge gemacht.
00:51:53: Ich mache heute noch nicht gern Ausflüge.
00:51:55: Das heißt nicht, dass ich nicht gern woanders bin und mich mal oder nicht mal gerne in Urlaub war, aber diesen Drang ständig in die Welt hinaus zu müssen.
00:52:06: Ich denke mir immer, wenn ich Welt und Obwechselung will, kaufe ich mir Gebürze und koche zu Hause, dann bin ich in der ganzen Welt.
00:52:11: Das ist halt meine Version und deshalb braucht es immer so eine Geschichte.
00:52:18: und habe ich jetzt irgendwann schon mal gesagt, wer ich bin und was ich eigentlich sagen wollte, ich habe wieder mal eine Podcastgefolge gemacht, wo ich mir denke, ist dann doch anders gelaufen, wie es ist.
00:52:28: Eine der besten Ausbilderinnen in der letzten Zeit in meinem Leben, Daniela Benzait, hat immer gesagt und ich will niemanden von euch hören, deren Vortrag beginnt mit Guten Tag, mein Name ist und heute geht es um das.
00:52:47: So, das habe ich jetzt seit heute nicht gemacht, liebe Daniela.
00:52:49: Ich habe es aber auch einfach wieder drauf losgesprochen.
00:52:54: Ich kann das ganz gut.
00:52:56: Ich mag das auch unheimlich gern, aber wen es interessiert.
00:52:59: Also, mein Name ist Steffi Gerike.
00:53:01: Ich bin in Niederbayern geboren, aufgewachsen, bin nach einem Abstecher von nach München in die große Stadt, wobei München ist, finde ich keine Großstadt so wirklich.
00:53:11: Verzeiht mir, liebe Münchner, aber es ist anders wie Hamburg und Berlin.
00:53:16: zurück bewusst aufs land weil ich kindermutter und hausfrau sein wollte und dann wurde ich online unternehmerin haben online shop haben selbstständiges unternehmen haben buch geschrieben.
00:53:29: also dann ist vielleicht das hier einfach die geschichte dass man auch ohne eine bewegte kindheit oder ganz krassen geschichten seines lebens einfach trotzdem seine eigene Geschichte schreiben kann.
00:53:45: Und wenn meine Geschichte heute dir gefällt oder wenn du sagst, hey, Steffi ist ja eigentlich schon eine coole Socke, dann dann geht mein Herz auf, weil dann denke ich mir immer auch das ganz vermeintlich normale, also das netso spektakuläre und so weiter, kann ein wahnsinnig spektakuläres Leben für uns sein, für dich, für mich.
00:54:10: Und diese Schritte raus, was spektakulär ist, meine Lieben, die ist ja für jeden anders.
00:54:17: Also, wenn ich mich quasi noch nie bewegt habe und sage, ich würde aber gerne mein Halbmarathon laufen, dann ist doch der Weg dorthin gigantisch.
00:54:28: Für jemanden, der schon zwanzig Jahre Marathon läuft, der sagt, ich will aber jetzt zum großen Marathon mein Lippen mitlaufen.
00:54:33: Weißt du, wenn du das da vorne beschließt, dass du den laufen willst, das kannst du schon haben, aber du musst mindestens diesen Halbmarathon zuvor schon mal schaffen, damit du deinen Weg machen wirst.
00:54:41: Und jeder von uns macht seinen Weg.
00:54:44: Der eine erzählt halt drüber, weil ich auch dafür werben möchte, dass man nicht aufgeben darf und dass man nicht immer als Wissen muss und das Dinge, die man vielleicht als Plan hatte, du siehst meinen Karriereplan aus, dass sich einfach nochmal komplett ändern im Leben.
00:55:04: Und wenn du da mehr wissen willst, wenn du die Geschichten des Lebens hören willst, die ups und downs und warum man durch manche Sachen einfach durch muss, dann hör einfach weiter zu.
00:55:16: Denn dieser Podcast wird ein Teil natürlich dieser Geschichten auch immer wieder sein, pointiert, betrachtet mit den Führen, wie das, was die Learnings draus waren und so weiter.
00:55:26: Und jetzt muss ich ganz schnell aufhören, bevor die Stunde wieder voll ist.
00:55:30: Ich wünsche euch einen wunderbaren Start.
00:55:33: Ich wünsche dir einen wunderbaren Start in die Woche wieder oder wann auch immer du diesen Podcast hörst.
00:55:38: Der wird ja immer Montag in der Nacht veröffentlicht.
00:55:43: So schön, dass ihr hier seid.
00:55:44: Ich möchte mich nochmal für alle bedanken, die sich Zeit nehmen, mir zu schreiben auf diesen Podcast.
00:55:52: Ich höre jetzt auf, weil da müsste ich jetzt Rollen anfangen.
00:55:56: Aber was soll ich euch was sagen?
00:55:58: Dieser Podcast ist wie diese Eins vom Komma im Studium.
00:56:02: Dieses Feedback überrascht mich so unheimlich positiv.
00:56:08: Es gibt mir eine solche Energie, dass ich, auch wenn ich oft sage, meine Geschichte ist ja nicht besonders.
00:56:17: Ich bin ja gar kein besonderer Mensch.
00:56:20: Doch in diesem Moment sehe ich doch auch, dass normale Dorf seine Berechtigung haben, auch die ganz normalen Geschichten des Lebens.
00:56:29: Und sind sie denn wirklich normal?
00:56:30: Weil was ist normal?
00:56:33: Erzeugen ein Interesse.
00:56:35: Also, wir sind nie nur irgendwas, sondern wir sind immer wir.
00:56:39: Wir als Person und jeder von uns hat eine eigene Geschichte.
00:56:43: Und es liegt, ehrlicherweise nur an uns selber, diese Geschichte auszuleben mit Farbe zu füllen und dafür zu sorgen, dass wir sagen, und ich würde es nie mehr wieder anders machen wollen.
00:56:57: Also, los geht's, aufstehen, machen, kommen, tun, meine Lieben.
00:57:01: Ich wünsche euch eine traumhafte Woche.
00:57:02: Bis dahin, ciao, ciao und tschüss.
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