Wer billig kauft, kauft 2x mal!

Shownotes

Willkommen zum Podcast von Steffi Gericke!

Machen kommt von Tun. Dieser Podcast steht für echtes Leben statt Perfektion, für Bodenständigkeit statt Social-Media-Schein.

In dieser Folge feiern wir meinen neuen Schreibtisch, der nach 15 Jahren endlich keine "Provisorium" mehr ist und warum mein zwischendurch gekaufter Rollcontainer mein Mahnmal ist, dass "billig" kaufen nie die Lösung ist. Was das genau mit Ernährung zu tun hat und warum das gleiche für billige Lebesmittel oder schnelle Gerichte gilt, alles das erfährst du in dieser Podcastfolge!

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Liebe Grüße Steffi

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Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen zum Podcast.

00:00:04: machen kommt von tun und genau dafür steht dieser podcast für echtes leben statt perfektion für bodenständigkeit statt social media schein kein jammern sondern alltagstaugliche lösungen.

00:00:16: warum täglich kochen?

00:00:17: oft?

00:00:18: meine antwort ist um wie man gelassen bleibt im medialen wahnsinn für frauen außerhalb vom modell sex in the city und einfach die Verantwortung tragen für Job, Familie, Alltag und Hof, die ihren Alltag leben und ihren eigenen Weg gehen.

00:00:32: Ehrlich, humorvoll und mit beiden Füßen fest im Leben.

00:00:38: Ein herzliches Willkommen zu einer weiteren Folge von Machen, komm, von tun.

00:00:43: und heute geht es um das Thema, wer billig kauft, zahlt zweimal.

00:00:49: Natürlich wird es am Ende des Tages auch ein bisschen um die Ernährung gehen, weil auch hier passt dieser Spruch, finde ich, wie die Faust aufs Auge.

00:00:56: Ich erzähle dir aus meinem eigenen Leben, wie ich mit dieser Tatsache immer wieder konfrontiert werde und wir feiern heute eine Premiere, auch wenn du mich wahrscheinlich hörst und weniger siehst und selbst die, die mich sehen würden, nicht sehen auf was ich heute, oder um was ich heute sitze.

00:01:12: Denn heute ist ein besonderer Anlass, es ist meistens Sonntag.

00:01:17: bevor am Montag der Podcast veröffentlicht wird.

00:01:19: Und ich besitze seit heute einen neuen Schreibtisch, einen eigenen Schreibtisch.

00:01:25: Und das sind tatsächlich viele, viele Jahre vergangen, seit es so war.

00:01:32: Also sagen wir es einfach mal so, ich glaube, fünfzehn.

00:01:38: Und wenn ich damit jetzt meine eigenen Schreibtisch und du dich fragst, ja, aber wo arbeitest du dann?

00:01:42: Ja, ja, ich hatte schon Tische.

00:01:44: Aber sie waren nicht meine Tische.

00:01:46: Ich habe sie mir nicht ausgesucht.

00:01:48: Es waren Professorium, es war geliehen, übernommen.

00:01:54: Meinen ersten eigenen Schreibtisch habe ich mir gekauft.

00:01:58: zur Kommunion.

00:01:59: Kommunion ist die Geschichte, die wir Katholiken in der dritten Klasse machen.

00:02:03: Und von dem Geld ist damit zusammengekommen, habe ich mir einen wunderschönen weißen Schreibtisch mit Rollcontainer gekauft.

00:02:11: Und ich mochte diesen Schreibtisch und ich habe da viel Zeit verbracht und habe da auch viel gearbeitet an diesem Schreibtisch.

00:02:15: und wie das halt so ist mit Umzügen und Studium und dann passt halt manches auch nicht mehr.

00:02:21: Und dann habe ich diesen Schreibtisch abgegeben.

00:02:23: Schweren Herzens muss man ehrlicherweise sagen, noch schwierige Herzens, eigentlich diesen Rollcontainers, weil diese Rollcontainer war mein Blatztauwunder.

00:02:31: So, jetzt lassen wir das ganze andere aus.

00:02:34: Ich kann einfach nur sagen, dass ich alle anderen Zwischenfasen halt.

00:02:39: Ich wusste in etwa vielleicht, was ich wollen würde, ja, haben wollen würde.

00:02:43: Und ich habe auch gewusst, okay, das ist jetzt mal nix, was du mal einfach so beim Schweden oder so mitnimmst.

00:02:49: Sondern, wie gesagt, okay, bevor ich den gar nicht nehme, dann halt keine.

00:02:53: Und vor ein paar Jahren, da muss man auch noch dazusagen, ich bin zwischendurch auch halb froh gewesen, keinen gekauft zu haben.

00:03:01: Denn mein Büro, in dem ich heute arbeite, dass du vielleicht jetzt hier so ein bisschen siehst.

00:03:07: schnell los weiß hinter mir.

00:03:09: Es weiß nicht grau, auch wenn es zu Hause schaut.

00:03:13: Das war einfach anders geplant.

00:03:17: Wie so vieles in meinem Leben.

00:03:18: Auch dieser Raum war einfach anders geplant.

00:03:20: Es war nicht geplant, dass ich viele, viele Stunden in der Woche an einem Schreibtisch sitze, sondern ich hatte halt das geplant.

00:03:27: Ich brauch so eine kleine Arbeitsecke.

00:03:30: Wo ich meine Buchhaltung für die Werkstatt machen kann, sind wir ehrlich.

00:03:35: Das sind zwei Ordner.

00:03:36: Das ist jetzt nicht das große Thema.

00:03:37: Linkseinnahmen, rechts Ausgaben.

00:03:43: Wie soll ich das jetzt einfach sagen?

00:03:46: Das war zwischendrin okay.

00:03:48: habe ich irgendwann festgestellt, okay, mein Problem ist jetzt tatsächlich dieser fehlende Rollcontainer.

00:03:54: Also, dass ich eben mit diesem kleinen Krimskrams nie wusste, wohin damit.

00:03:58: Und dann bin ich hergegangen und habe mir, sage ich an Schreibe für neunundneunzig Euro einen Rollcontainer gekauft.

00:04:05: Bei dem dieser Satz wäre billig kauft kauft zweimal einfach so wie die Faust aufs Auge passt.

00:04:11: Denn er war zwar optisch und von der Farbe und so weiter, das was ich gerne gewollt hätte und so weiter.

00:04:18: Aber bereits beim Zusammenmontieren habe ich festgestellt, aha, ist jetzt keine deutsche Wertarbeit dahinter.

00:04:25: Und vielleicht tue ich jetzt auch den Betriebunrecht, der es hergestellt hat, aber es ist einfach, also von leichtläufigkeit der Schubläden und sonst was weiter von entfernt.

00:04:34: Ich habe es jetzt mittlerweile auch geschafft, dass ich mehrfach die Seitenwände aus Aggressionspotenzial wieder rausgerissen habe.

00:04:40: Also wie auch immer, dieses Ding steht wie ein Mahnmal jetzt noch neben mir, also für alle, die sehen.

00:04:47: Nein, ihr seht ihn nicht, weil ... So viel Schwenk machen wir da heute nicht.

00:04:51: Ich hab ja hier keine Mobil.

00:04:52: Das wäre erstmal so ein geraffen Kameraarm, damit ich euch mitnehmen kann, wo ich gerade überall hinblicke.

00:04:57: Wir haben noch hier ein Potenzial nach oben.

00:04:59: Also auf jeden Fall, dieses Ding steht noch wie ein Mahnmal.

00:05:02: Der Neue steht schon unter dem Schreibtisch.

00:05:04: Und ich werde ihn die nächsten Tage umräumen.

00:05:06: Nein, ich werde ihn, glaube ich, nicht gleich heute umräumen.

00:05:09: Warum nicht?

00:05:12: Weil ich heute so viele andere Sachen noch zu tun habe, dass der jetzt gerade keine Priorität hat und nicht tatsächlich mit so... wie sie sagen, nur weil was neu ist, nicht so in Euphorie verfallen.

00:05:21: Also ist es morgen auch noch neu und es gehört mir.

00:05:24: Und das Schönste ist eigentlich immer, dass wenn ich mich jetzt immer an diesen Schreibtisch hin setze, dann werde ich ihn so ein bisschen streicheln und mich einfach freuen, dass er jetzt da ist.

00:05:32: Denn ich kann jetzt einfach sagen, ich habe ihn mir selbst erarbeitet.

00:05:35: Ich habe ihn von dem Geld bezahlt, den ich, das ich mir letztes Jahr erarbeitet habe.

00:05:41: Das macht tatsächlich stolz.

00:05:47: Und natürlich sitzt die der Träufel auf meiner Schulter und sagt und warum war da noch nicht mehr und hat noch diesen dessen dessen gekauft.

00:05:54: Ja, ja, aber ich habe es schon mal gekauft.

00:05:57: So, jetzt habe ich da diesen neuen Schreibtisch.

00:05:59: Du kennst die Geschichte, dass ich also durchaus diese Geschichten kenne und warum mich diese neunundneinzig Euro so drickern, weil neunundneinzig Euro ist schon viel Geld.

00:06:11: Also, da müssen alle Menschen schon mal ein paar Stunden dafür arbeiten, in der Regel, um diesen Betrag auf ihrem Konto zu haben.

00:06:16: Auch ich muss für neunundneinzig Euro viele Kissen verkaufen, damit die am Ende des Tages auch überbleiben.

00:06:22: Und ich könnte auch ein Kochbuch dazwischen verkaufen.

00:06:27: Also, wenn du noch keins hast, dann hol dir doch ein Sodus.

00:06:30: Findest du einen Shownutz?

00:06:31: Ich muss mir angewöhnen, dir noch ein bisschen öfters zu erzählen, was du bei mir kaufen kannst.

00:06:35: Weil, so läuft es halt mal, habe ich gelernt.

00:06:37: Aber du weißt Bescheid, es gibt ein Kochbuch.

00:06:42: Wir kommen zurück zu diesen neunundneunzig Euro.

00:06:46: Die sind, die tun mir weh, weil neunundneunzig Euro ist so ein Betrag, wo man sagt, das war nicht mehr billig.

00:06:54: Also immer empfällt, dass wenn du für neunundneunzig Euro ein Auto kaufen könntest, ja genau, aber für diesen, für etwas, was dann auch noch rammschig ist und nicht gescheit funktioniert, das ist irgendwie, ist es einfach deutlich zu viel Geld.

00:07:04: Und ich frag mich, warum ich mir nicht wirklich so was Ich sag jetzt mal so was ganz günstiges geholt hat.

00:07:11: Weißt du, da gibt es doch so Plastik, Schubladen, Türme irgendwie bei irgendeinem Discounter, Gramsch, Warteile auf die Laden, keine Ahnung, wie wir sie nennen wollen.

00:07:22: Hätte es vielleicht für neunzehn Euro was getan.

00:07:24: Und wenn du dir sagst, ne ok, neunzehn Euro.

00:07:26: Und das hätt es dann hinterher in die Garage zum Sortieren gestellt, weil es halt immer noch funktioniert.

00:07:30: Dann wäre diese Schmarch nicht so hoch.

00:07:34: Und ich glaube, jeder von uns wird... Ich pauschalisiere jetzt einfach mal.

00:07:39: Ich glaube, es ist jedem schon mal passiert, dass es sich ärgert, dass er was vielleicht günstiger gekauft hat, ja?

00:07:45: Denn dieses günstig kaufen und jetzt machen wir diesen Schwenk.

00:07:50: Das heißt am Ende des Tages tatsächlich irgendwie, dass ich zweimal Aufwand habe.

00:07:54: Ich mache jetzt mal einen, ja, einen etwas provokanten Aussage und ich sage auch so, wer billige Lebensmittel kauft soll zweimal.

00:08:07: Wer immer schnell schnell macht in der Ernährung, der kriegt irgendwann die Quittung, zahlt zweimal.

00:08:15: Und wer achtlos konsumiert, der hat auch die Quittung und zahlt zweimal.

00:08:21: Wo will ich hinaus?

00:08:23: Im Newsletter in dieser Woche, und falls du den haben willst, der ist nicht thematisch immer konkurrent zum Podcast, sondern der ist ein bisschen hands-on, da gibt es Rezepte und Ideen zum zur Alltagsküche, zur Resteverwertung und so weiter.

00:08:39: Findest du auch unten in den Show notes heute?

00:08:41: Dann holst du dir den einfach mal.

00:08:44: Da habe ich erzählt, dass ich selber auch Abnehmengeschichten habe.

00:08:48: Ich bin jetzt nicht dick, aber ich würde mir in Bayern sagen, stammig.

00:08:53: Also ich war noch nie eine Garzelle.

00:08:57: Als Kind nicht, als Jugendliche nicht und selbst mit du weißt, dass ich sehr viel Wolleball trainiert habe, hatte ich zwar eine Bombenfigur, aber ich war nicht... also ich war kein zierliche Person oder so, ja?

00:09:09: Also ich bin knapp eins und siebzig und ich habe Schultern und Hüfte sage ich immer, das ist mein Vorteil der Felder zwischendurch nicht auf, wenn es nicht ganz so korrekt ist, aber selbst zu der Zeit habe ich sicher siebzig oder fünf oder siebzig Kilo gewogen.

00:09:24: Ich wiege grundsätzlich immer zehn Kilo mehr wie der Durchschnitt in der Größe.

00:09:28: Warum?

00:09:29: ob es medizinisch belegt ist oder nicht, aber da heißt es vom schweren Körperbau.

00:09:33: I don't know, das ist auch relativ egal an der Stelle.

00:09:37: Ich hab von verschiedenen Stellen schon gehört, dass Menschen wie ich auch keine Garzellen grundsätzlich sein können, weil die wird's ja umhauen bei der ganzen Masse, die da dem ganzen Alltag ist.

00:09:49: Ich will damit keiner Garzelle an die gut vertreten, ja.

00:09:53: Aber ich selber bin... an den meisten Stellen meines Lebens fein und trotzdem habe auch ich natürlich abgenommen, weil nach dem dritten Kind purzelten die Kilos halt nicht, die sind halt hängen geblieben, also musste ich halt mal was dafür tun.

00:10:09: und das hat jetzt würde ich sagen nichts damit zu tun, dass ich in der Schwangerschaft so gelobt habe oder sondern da sind halt einfach Kilos passiert.

00:10:18: und da hole ich jetzt ein bisschen aus an der Stelle.

00:10:21: Man hat mir bei Kind eins mal Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert.

00:10:26: Deshalb muss ich auch immer lachen mit dieser ganzen zuckerspitzen Diskussion und was ein Rauf und ein runterhaut und was man dann alles nimmer essen darf und sonst wie.

00:10:37: Ich habe schon mal sechs Monate in meinem Leben dreimal am Tag Blutzucker gemessen, weil jemand gedacht hat also wir halten fest ich hatte keinen Blutzucker, weil ich hatte bei Kind zwei und Kind drei keinen Schwangerschaftsdiabetes.

00:10:48: und ich gehe davon aus, dass wenn man das einmal einmal irgendwie mit sich rum schleppt dann doch auch immer öfters.

00:10:59: Nichtsdestotrotz weiß ich, wie man sich gesund ernährt.

00:11:02: Ich habe mich auch in dieser Zeit gesund ernährt.

00:11:04: Ich habe mich gehalten.

00:11:05: Ich habe keine Medikamente gebraucht.

00:11:07: Ich habe einfach nur durch in Anfangstrichen vernünftig gegessen, das immer konstant gehalten und hatte da auch keine Aussetzer.

00:11:14: Und was das schön ist, was ich dir einfach sagen möchte, ich habe genau das gegessen, was ich vorher auch gegessen habe.

00:11:21: Ich habe es nur manchmal ein bisschen optimiert.

00:11:25: Was das genau ist, das erzähle ich dir gleich.

00:11:27: Aber grundsätzlich ist das Thema Ernährung bei mir keins.

00:11:32: Also keins, wo man jetzt große Stellschrauben drehen muss und trotzdem habe ich Abnehmgeschichten.

00:11:39: Und zwar nett mit dreißig oder vierzig Kilo, wo man sagen kann, wow, das ist aber gigantisch.

00:11:43: Also ich bin immer, wenn du mich auf den Fotos siehst, ich bin immer die gleiche Person.

00:11:48: Man erkennt natürlich, glaube ich, an den Backen und so weiter, ob ich zehn Kilo mehr oder weniger hatte.

00:11:55: Aber Selavi, also ich fand mich auch mit den zehn oder fifteen Kilo immer hübsch, ja.

00:12:01: Aber da sind halt so Nebenschaubletze, die ich da nicht mehr hübsch fand, ja.

00:12:06: Also wenn du da die Treppe hochkäuchst oder wenn du halt, jetzt könnte ich sagen, deinen Kindern nicht mehr hinterherkommst, da war ich noch jünger, da war das auch kein Thema.

00:12:17: Ich wollte die einfach los haben, so auch ein bisschen aus Ego-Sache.

00:12:20: Ich sagte, die werden sich jetzt einhängen, dann werden sie halt immer wieder ziehen.

00:12:23: Ja, sie müssen erst mal wieder runter.

00:12:24: Und man muss dazu sagen, ich habe das nie aktiv, also ich habe immer mit meinem Mann Fastenzeit gehalten, also auch in jungen Ehejahren.

00:12:36: Wir haben einfach diese vierzig Tage genutzt und haben gesagt, okay, in der Zeit gibt es einfach gewisse Sachen nicht, also meistens halt dieses obligatorische Glas Wein, also Alkohol vielleicht nicht.

00:12:46: Süßigkeiten waren bei uns nie so ein Thema, also das war eher so, dass wir gesagt haben, vielleicht mal keine Chips am Abend oder nicht noch dieses Stück Käse, das muss ich rennpfefft oder so, aber ansonsten Ich habe da nichts so krasses Betrieben wie Kohlenhydrate, Verzicht oder sonst was einfach bewusster und halt vielleicht in der Zeit, ich sage jetzt mal, net Pommes, sondern halt Salzkartoffeln.

00:13:11: Also jetzt kann man sagen, ist das jetzt nicht schon Ernährungsumstellung oder so?

00:13:16: Ja, also Ernährungsumstellung für mich ist, wenn du richtig krass anfangen musst, Dinge zu ändern in deinem Leben.

00:13:22: Also wenn du tatsächlich auch Verzicht verspürst.

00:13:25: und ich hatte Knieverzicht.

00:13:27: Und dann war das dritte Kind also da, da war ich dann so ungefähr vierzig.

00:13:31: Dann habe ich gesagt, hey, jetzt werde ich vierzig.

00:13:33: Vielleicht auch eine kleine Midlife Crisis.

00:13:35: Nein, Schmarrn.

00:13:35: Also doch, ich hatte eine kleine Midlife Crisis.

00:13:37: Das ist auch mein schönes Thema.

00:13:39: Aber das war eher so, das war eher so, dass ich jetzt werde ich vierzig und jetzt hätte ich gern mein Gewicht von dreißig wieder.

00:13:47: Und was ich's dreißig gewogen habe, war ja in diesem blöden Mutterpass.

00:13:51: Nein, der Unterpass ist nicht blöd, aber diese Zahl war da drin ja verankert.

00:13:54: Da stand, du hast da seventy- acht Kilo gewogen.

00:13:57: vor der ersten Schwangerschaft, dachte ich mir, okay, da muss ich da wieder hin.

00:14:02: Ja, und ich habe da zu dem Zeitpunkt also drei kleine Kinder.

00:14:07: Das heißt, mein Stresslevel war schon ein bisschen höher, aber es war noch viel, viel weniger wie heute.

00:14:16: Ich habe nur zwei Tage gearbeitet.

00:14:18: Ich hatte ja nur ein kleines Kind und schon zwei größere Kinder.

00:14:22: Es war also alles so, es lief schon irgendwie.

00:14:25: und dann kam noch eine Freundin aufs Eck und hat gesagt, hey, Steffi, wir müssten mal wieder Sport machen, sag ich mir.

00:14:31: Sagt er, also ich, aber wenn du mitgehst, tue ich mich leichter.

00:14:33: und so sind wir halt quasi in einer Sportstunde gelandet, in der ich geblieben bin und sie dann aus beruflichen Gründen leider wieder raus musste.

00:14:40: Und dann habe ich einmal in der Woche Sport gemacht und einmal in der Woche bin ich mit einer zweiten Freundin so.

00:14:46: eine Dreiviertelstunde lang Waageilen gegangen.

00:14:48: Also wir haben den Kinderwagen genommen und sind mit Kind, Pack und Sack halt einfach irgendwo eine Dreiviertelstunde, eine Stunde durch die Gegend marschiert.

00:14:55: Das waren meine Sporteinheiten.

00:14:57: Eine Stunde, ich sage immer Hausfrauensport.

00:15:01: Also irgendeine Mischung aus Bauch, Beine Po, ein bisschen Bewegung, Koordination, eine gigantische Sportstunde.

00:15:08: und liebe Uli, falls du es hören solltest, ich vermisse sie heute noch.

00:15:14: Aber der Preis ist hoch und vielleicht bezahle ich auch ich an der Stelle zweimal.

00:15:19: Also auf jeden Fall, das war gigantisch und ich habe innerhalb eines dreivierteljahres dieses Ziel erreicht.

00:15:31: Ja, ich kann es wirklich so sagen, weil ich weiß noch, ich saß im Januar an einem Geburtstagstisch Und jemand hat mich gefragt, ob ich das zweite Stück Kuchen essen möchte und sage ich, nein, ich möchte, das ist mein Ziel, da möchte ich hin und ich fange jetzt an.

00:15:44: Und wenn ich immer sage, morgen fangen wir an, sage ich, dann wird es nie was.

00:15:47: Also ich esse jetzt nur noch ein Stück Kuchen.

00:15:49: Aber du hörst, ich habe ein Stück Kuchen gegessen.

00:15:51: Ich habe das mir nicht verkniffen.

00:15:52: Ich habe das mir auch in der ganzen anderen Zeit nie verkniffen.

00:15:55: In dieser Zeit gab es immer Sonntags eine Nachspeise.

00:15:59: Ja, bei uns wird Sonntags spät gefrühstückt und dann gibt es halt einfach ein schönes Abendessen.

00:16:06: Und zu diesem Abendessen gab es immer eine Nachspeise.

00:16:09: Das war ein ganz normales Abendessen.

00:16:11: Schön gekocht, ganz klassisch, traditionell, so ein schönes Sonntagsgericht.

00:16:15: Tafelspitze, Rinderparken, Rinderrolladen.

00:16:18: Also irgendwie so etwas, weil diese Gerichte sind nämlich so wahnsinnig vorteilhaft in der Ernährung.

00:16:24: Denn da steht gar nichts auf, was schlecht sein kann.

00:16:27: Und ich habe halt dann, sag ich mal ... Zwei Esslöffel Kartoffelpüree dazu gegessen und meine Kinder haben jetzt sechs Esslöffel gegessen.

00:16:36: Ich habe dafür mehr Gemüse gegessen, aber ich habe nichts anderes gegessen.

00:16:40: Ich habe genau das gleiche gekocht.

00:16:41: Ich habe es auch genauso gekocht.

00:16:43: Ich habe keine Fettarmemprodukte verwenden.

00:16:45: Ich habe nicht mit weniger Fett gekocht.

00:16:48: Ich wusste ja, wo der Übel auf dem Teller liegt.

00:16:53: Der liegt nicht an der Rindsrollade.

00:16:54: Das sind wir ganz ehrlich.

00:16:55: Der liegt schon woanders.

00:16:59: Und dann ging das auch relativ gut.

00:17:01: Also ich weiß, an meinem vierzigsten Geburtstag, ich hatte, es war leider in Corona, es ist ein bisschen untergegangen, dass ich dann so eine Bombenfigur hatte, aber ich hatte eine Bombenfigur.

00:17:09: Wirklich Wahnsinn.

00:17:11: Mehr willst du nicht.

00:17:12: Und diese Figur, ich habe dann in den Monaten zuvor sicher schon fünf, sechs Monaten nicht mehr aktiv so groß drauf geachtet, aber es war auch kein Thema mit diesem Sport.

00:17:26: Deshalb sage ich, das war einfach, da war die Konstellation perfekt und ich würde jetzt mal ganz ehrlich sagen, wer da nicht Corona gekommen wäre, wäre das auch sicher noch länger so vorteilhaft dahin gelaufen.

00:17:42: Was ist denn mit Corona passiert?

00:17:45: Ich habe keinen Sport mehr gemacht, denn die Sportstunden waren ja gestrichen, dass sich Treffen war gestrichen und dass sich alleine bewegen ohne den Arschtritt von jemand anderen.

00:17:55: Ja, auch ich habe meine Themen, wo ich mich weiterentwickeln darf.

00:18:02: Aber du sollst eins merken, dieses Ernährungsthema, das ist es nett bei mir.

00:18:08: Also das ist einfach schon eh gut und besser geht immer.

00:18:14: Klar, ich dürfte viel mehr Vollkornprodukte noch in meine Ernährung bringen.

00:18:20: Ich habe das aber einfach gelöst.

00:18:22: Ich esse sowieso verdammt wenig Brot.

00:18:25: Und diese eine Sonntagssimmel, die ist einfach Weißbrot, Punkt.

00:18:29: Ich esse sonst fast die ganze Woche kein Brot, weil ich gekochtes warmes Essen zu mir nehme, weil ich weiß, dass es mir besser tut, weil es einfach viel besser in mein Leben passt.

00:18:39: Also für mich passt, ja.

00:18:41: Ist das immer schön?

00:18:42: Ist das immer bequem?

00:18:44: Nein, meine Lieben, aber... Es ist mir halt wichtig, weil ich feststelle, dass es mir gut tut.

00:18:49: Jetzt muss ja auch niemand sich angegriffen fühlen, weil ich sage, wir kochen zwar mehr am Tag, ich sage einfach nur, wenn du einfach schon mal raus von deinem Brotkonsum kommst, dann passieren tatsächlich bei manchen Menschen schon hervorragende Dinge.

00:19:07: Ich sage es dann auch ganz ehrlich.

00:19:10: Der Einstieg in Corona hatte ich auch auf einmal noch einen weiteren Job.

00:19:14: Ich wurde ja zur Lehrkraft ernannt.

00:19:17: Da war ich nicht alleine, da waren viele anderen dabei.

00:19:19: Ich hatte aber einen Erstklässler.

00:19:21: Ich hatte einen Erstklässler, der auf gut Däufel kommen rauf, auch nicht weiß, wie es läuft.

00:19:25: Und das war schon eine besonders herausfordernde Situation, nicht für mich, sondern für viele andere auch.

00:19:34: Ich darf auch überhaupt nicht jammern, denn in dem Konstrukt gab es sicher Menschen und Familien, die viel, viel schlimmere Gesamt-Situationen hatten, aber für mich selber, für mein Organismus, hieß das einfach, ich mache jetzt am Vormittag einen Job mehr.

00:19:50: Mir war ja nicht langweilig, ich war selbstständig.

00:19:53: Also ich durfte weiter Geld verdienen, ich konnte nähen, dieses Land brauchte Masken, glaubst du, was ich getan habe?

00:19:58: Ich habe wochenlang Masken genäht, einfach warum?

00:20:03: Also hätte mir sagen können, das schaffe ich mit den Kindern nicht.

00:20:06: Du kennst die Geschichte meiner Oma aus Folge eins genau deshalb, weil ich mir dachte, okay, wir retten jetzt das Land.

00:20:12: Also ich saß ein bisschen aus meiner Aufgabe, ich kann etwas, was aktuell der Gemeinschaft beiträgt, dass wir vielleicht ein bisschen besser durch die Sache kommen, ob die das jetzt wirklich gerettet haben oder nicht.

00:20:25: Ja, aber es hat ein gutes Gefühl gegeben, also habe ich halt ab fünf Uhr früh gearbeitet.

00:20:30: Dann war ich leerkraft, dann habe ich gekocht und zwar ausgewogen.

00:20:33: Ich habe jeden Mittag gekocht, ich habe jeden Abend gekocht.

00:20:36: Die ganze Corona-Zeit.

00:20:38: Es gab immer warmes und gekochtes Essen, weil ich hatte ein Kredo.

00:20:41: und da kommt jetzt quasi warum kochen?

00:20:43: meine Antwort ist.

00:20:44: Ich habe mir gedacht, wenn die Mannschaft gut verpflegt ist, dann entsteht schon mal gar nicht so was wie Lagerkoller.

00:20:51: Also wenn sozusagen das Grundbedürfnis der Ernährung Bestens befriedigt ist, dann stehen schon gar keine Themen auf.

00:21:01: So, das hat ja auch wunderbar funktioniert.

00:21:04: Wir haben auch, wie gesagt, ich habe vorher zweimal am Tag gekocht, ich habe hinter, wir haben auch nicht anders gegessen oder wir haben nicht mehr schund gegessen, wir haben uns auch nicht mehr erlaubt, wie man sagt.

00:21:16: Da sagt er, komm da, gibt's zum zwei Nametag schon das Bier oder so.

00:21:19: Nein, wir haben ja gearbeitet, ja.

00:21:21: Also das, aber was wegfiel, war natürlich der Sport, die Bewegung.

00:21:29: Und das ist scheinbar schon ein ganz großer Schlüssel für mich als Person.

00:21:33: Und da kann ich jetzt einen kurzen Schwenker machen, egal ob du an Horoskope und es gibt ja mehrere Systeme, also es gibt ja nicht nur das klassische, was wir so kennen mit den Sternzeichen, sondern es gibt ja noch mehrere Systeme.

00:21:46: Und egal welches ich in meinem Leben schon gelesen habe, da steht immer drin.

00:21:50: für meine Persönlichkeit sei Sport quasi der Schlüssel zur Ausgeglichenheit.

00:21:55: Und jetzt kannst du das nehmen, wie es bist.

00:21:57: Ich glaube es tatsächlich mittlerweile, weil ich denke mir das oft, dass ich während meiner Abiturzeit äußere gemacht habe, so nebenbei, und stand ja teilweise viermal in der Tourenhalle.

00:22:07: Aber ich kann dir nicht sagen, dass ich das so stressig empfunden habe oder dass ich gestresst war oder dass ich das lernen auf das Abitur oder so stressig fand.

00:22:15: Also scheinbar hat der Sport schon so.

00:22:16: Wir haben dieses Sportthema und dieses sich bewegt sich und so weiter.

00:22:20: ja wieder.

00:22:20: Und dann, dann kam dieses Corona, dann habe ich mich nicht mehr bewegt.

00:22:26: Ja, ich weiß, man hätte sich ohne diesen Mädels bewegen können.

00:22:29: Ich habe es halt nicht getan.

00:22:30: Ich hatte ein bisschen ein anderes Thema.

00:22:33: Ich war froh, wenn jeden Tag zwanzig Uhr war.

00:22:36: Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch ein kleines Kind, das dann seinen Mittagsschlaf nicht mehr gehalten hat.

00:22:40: Also ganz ehrlich, meine Grundbelastung zu der Zeit war, ja, ist in Ordnung.

00:22:48: Muss man nicht wieder haben.

00:22:50: Aber wir haben es überlebt und wir sind auch daran nicht kaputtgegangen.

00:22:52: Das möchte ich immer wieder sagen, wenn dieses ... Nein, wir haben es überlebt, wir sind nicht dran kaputtgebracht.

00:22:59: Für jede Familie ist eine schöne Geschichte.

00:23:01: Nein, es sind Sachen passiert, die hätten besser laufen müssen.

00:23:04: Ja, definitiv.

00:23:05: Aber in meiner Familie für mich, es ist nichts passiert.

00:23:08: Ich kann nicht sagen, dass das Ding irgendwie mich ... Meilen zurückgeschmissen hat und für meine persönlich bequeme Faulheit bin ich ja einfach nur selber verantwortlich.

00:23:18: Die kann ich ja auch keinen Namen übertragen und sagen, wegen dir dürfte ich nicht in die Sportstunde, sondern ich hätte mir einfach irgendein beschissenes Video anmachen können um mich auf die Materie.

00:23:27: So, ich bin ehrlich, ich habe mich zu dem Zeitpunkt dann einfach in den Liegestuhl gelegt und habe mir ein Glas Wein genommen, habe mir gedacht, lass den guten Mann oder den Herren den guten Mann sein.

00:23:36: und jetzt ist mein Dood dran.

00:23:39: Wir hatten ganz schnell die Kilos wieder drauf.

00:23:41: Also was heißt drauf?

00:23:42: Nicht alles wahrscheinlich, aber es ging schon ziemlich zügig.

00:23:45: Und es war auch keine Jojo-Falle, sondern es war aus meiner Sicht einfach, der Körper hat genau das gemacht, was er bei Stress immer macht.

00:23:53: Er hat gebunkert, gebunkert, gebunkert, weil okay, es ist jetzt quasi der nächste Ausnahmezustand und wir hungern jetzt demnächst erst mal.

00:24:00: Ich finde, das ist eine ganz normale Geschichte.

00:24:07: Und sagen wir es, wenn man so ab dem Zeitpunkt wurde, das Leben ja auch nicht weniger spannend bei mir.

00:24:12: Dieses Social Media hat Bart aufgenommen, dieses Zusätzlich zum Alltag, diese ganzen Dinge irgendwie integrieren dieses, ich will unbedingt dahin, ich will es schaffen und so weiter.

00:24:22: Und der Sport kam immer noch nicht zurück.

00:24:33: Dann habe ich ein Kochbuch geschrieben.

00:24:35: Das haben wir schon wieder.

00:24:37: Also ich habe so ein schönes Kochbuch geschrieben, dass immer die Antwort liefert aus was koche ich denn aus dem ganzen Gemüse.

00:24:43: Das ist ja auch schöne Antworten liefert auf was mache ich jetzt mit meinem Winter Gemüse zum Beispiel.

00:24:47: Dieses Kochbuch, das habe ich ja nicht geschrieben weil mir... Langweilig war am Vormittag, ja?

00:24:54: Sondern ich war ja schon beschäftigt am Vormittag, ob ich gesagt hätte gern trotzdem ein Buch.

00:24:57: Also, wann machst du das?

00:24:59: Dazwischen nebenbei.

00:25:00: Du schiebst es irgendwie rein.

00:25:02: Du arbeitest ab fünf Uhr Vormittags.

00:25:04: Ich habe ganz oft ab vier Uhr Vormittags am Sonntag geschrieben, also vier Uhr in der Früh.

00:25:10: Und ich kann jetzt nicht sagen, dass ich in der Zeit habe ich ja auch nicht schlecht gelebt.

00:25:17: Ich habe jeden Tag gekocht.

00:25:18: Ich habe ausgewogen gekocht.

00:25:19: Ich habe abwechslungsreich gekocht.

00:25:22: Ja, ich habe schon gern zusätzlich zum Essen ein Gläschen Wein getrunken oder ein Fläschchen Bier oder so.

00:25:29: Also sagen wir es mal so, ein Teil ist natürlich über Getränke und gutes Leben und zu viel vom Leben einfach schon Haus gemacht, aber das Grundsätzliche, was man konsumiert, war jetzt nicht weiterschlimm.

00:25:43: Ich habe trotzdem von in der Früh bis abends Wasser getrunken oder Tee, ich habe mir keine Fruchtsefte, also das heißt, Ich kenne auch in den Zeiten ehrlicherweise nicht das Gefühl, dass ich mir namendags um dreieinhalb Tafel Schokoladrein pfeifen muss, weil ich mir denke, sonst geht gar nichts mehr.

00:26:00: Nein, also das kann man alles... Deshalb muss ich auch immer lachen über diese Blutzuckerspitzen, über die immer alle reden.

00:26:09: Ja, weil ich immer denke, ist ordentlich in ordentlichen Abständen das Richtige und du kennst das Thema überhaupt nicht.

00:26:17: Ja, und... Wenn ich heute Mittag mit meinen Kindern Pfannkuchen esse, dann weiß ich, dass ich wahrscheinlich um drei oder halb vier Hunger verspüre.

00:26:26: Weil der Pfannkuchen halt einfach nicht in der Kategorie settigend und ausgewogen war.

00:26:31: Wie mache ich das heute zum Beispiel?

00:26:33: Da gibt es mal so eine Scheibe vollkommen Brot mit Frischkäse davor.

00:26:37: Und dann esse ich halt nur einen Pfannkuchen, weil als Erwachsener brauche ich vielleicht drei oder vier, um so ein Sättigungsgefühl zu haben.

00:26:44: Too much von allem.

00:26:46: Tumach weißes Mehl.

00:26:47: Also das ist halt einfach eine Mehlspeise.

00:26:50: Ist egal wie dünn die ist an der Stelle.

00:26:54: Meine Geschichte.

00:26:56: Und jetzt stelle ich mir halt einfach vor.

00:26:59: Und da trifft es auch so ein bisschen.

00:27:03: Ich habe ja auch gesagt, wer achtlos konsumiert, zahlt zweimal.

00:27:08: Denn am Ende des Tages, mit was habe ich persönlich bezahlt.

00:27:12: vor einigen Monaten, habe ich gesagt, so jetzt ist es gut.

00:27:16: Ich habe einfach so Zipperleins entwickelt.

00:27:20: Ich war nicht krank, mir hat kein Arzt gesagt, also sie seien kurz vor der Diabetes oder sie haben eine Herzrhythmusstörung oder so, sondern ich habe einfach für mich festgestellt, für das Pensum, das ich versuche zu leisten, ist das nicht mehr gut.

00:27:34: Ich habe so Zipperlein hier, Schmerzen da, Gelenke, aber... nicht so, dass irgendeiner sagen wird, das ist schon kritisch.

00:27:46: Sondern ich habe es für mich einfach festgestellt, das wird nichts mehr.

00:27:49: Und ich habe auch gewusst, dass einfach nur weniger Essen es auch nicht bringen wird.

00:27:55: Denn das hatte ich in der Zeit schon ein paar Meter durch.

00:27:58: Also in jeder Fastenzeit.

00:28:00: Da haben wir das auch in diesen Corona und sonstige Jahren gemacht.

00:28:04: Nur, wenn dein ganzer Organismus auf Überleben gepolt ist, weil einfach alle Systeme auf Alarmbereitschaft sind, dann wird das nichts.

00:28:19: Und das ist halt einfach schon so, dass Gewicht und Stress einen signifikanten Zusammenhang hat.

00:28:32: Jetzt muss man dazu sagen, dass ich mir ja mein ganzes Stress im Leben selber aussuche und ich fühle mich tatsächlich auch mit der vielen Arbeit auch gar nicht gestresst, weil mein normal Level einfach schon so hoch ist, dass es tatsächlich immer erst, wenn es wirklich so über dieses und noch was drauf und so weiter, dass du dir denkst, Jetzt ist es dann gut.

00:28:51: Also ich kenne das zum Beispiel seit ich selbst, denn ich bin vor Weihnachten.

00:28:55: Weil an Weihnachten ist alles.

00:28:56: Also du hast das quasi private höhere Programm rund um Weihnachten.

00:29:00: Ja, du willst es der Familie schon machen, den Kindern.

00:29:03: Du hast die Zeit, in der einfach unheimlich viele Aufträge kommen.

00:29:06: Du brauchst diese Aufträge, ja, weil sind wir ehrlich.

00:29:10: Dieses Kissengeschäft funktioniert ein bisschen wie Spielwarnhandel.

00:29:13: Im Januar braucht und will eigentlich keine was.

00:29:15: Also, ist es schön, wenn du im Dezember den Januar schon ein bisschen abkaufen kannst.

00:29:19: Da braucht man auch nicht drum herumreden.

00:29:20: Das ist seit zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn Jahren so.

00:29:23: Ich weiß es einfach, ja, und es fängt dann langsam vor Ostern wieder an.

00:29:26: Aber... Ja, ich sag's dir ehrlich, im Januar steht da oft ein Minus, weil ich dann von dem, was reinkommt, nicht leben kann.

00:29:34: Die Ausgaben nicht mal bezahlen kann.

00:29:36: Ja, was hat sie für Ausgaben?

00:29:37: Ja, meine Lieben, ich hab Werkstatt, ich hab Mitarbeiter, ich hab Miete zu zahlen.

00:29:41: Also, das ist halt trotzdem alles da.

00:29:45: Das ist kein Jammern, sondern das ist einfach etwas, das weiß man.

00:29:49: Und könnte man's abpuffern?

00:29:51: oder?

00:29:51: nein, ich weiß es nicht.

00:29:53: Probier's selber aus und sag mir Bescheid, wenn's gut geklappt hat.

00:29:59: Diese Belastung ist einfach so hoch.

00:30:01: Und in der Zeit, in der ich natürlich diesen ganzen Social Media Geschichte und so weiter mache, habe ich begonnen erst mal zu checken, welche Themen überhaupt zu die Menschheit untreibt.

00:30:16: Und ich sage es dir ganz ehrlich, ich stehe da immer vor diesen Themen und denke mir, what, why?

00:30:22: Kenne ich nicht, weiß ich nicht, habe ich nicht.

00:30:25: Und erzählen mir nicht, dass du keine Zeit hast zu kochen, weil ich weiß, ich habe drei Kinder und das volle Programm und schaffe es ja auch.

00:30:31: Jetzt kann man mir noch vorhalten, dass ich zu Hause arbeite und keine großen Wege habe.

00:30:36: Ja, das ist richtig.

00:30:38: Aber ich sage ja heute auch ganz ehrlich, wenn es für dich Mittag die größte Katastrophe ist, die Versorgung deiner Kinder zu übernehmen, dann gibt sie eine Versorgung.

00:30:47: Das ist ja heute möglich.

00:30:49: Da muss man auch nicht den Helden totsterben.

00:30:51: Dafür habe ich keine Kinder bekommen, sondern da frage ich mich am Ende des Tages, ob es nicht für alle besser wäre, deine Kinder würden dort essen, in die Mensa gehen oder zwei Stunden länger im Kindergarten bleiben oder wo auch immer.

00:31:05: Und dieses ganze Thema wäre einfach gelöst.

00:31:08: Und die, ja, da gibt es sicher auch Schulen und sagen, wo die Ernährung grenzwertig ist.

00:31:12: Aber ich muss ganz ehrlich sagen, also bei uns ist es gut gelöst.

00:31:16: Es ist von guter Qualität.

00:31:18: Und ja, das kann man ja jeder noch mal für sich selber entscheiden.

00:31:22: Aber daraus so ein, dafür habe ich keine Kinder bekommen, Leute hört mir auf.

00:31:27: Also ich habe das Glück, ich brauche nur, trotzdem habe ich auch nur eine halbe Stunde Zeit mittags.

00:31:32: Ich höre doch nicht schon früher auf, nur weil mein Vorteil ist, dass ich vielleicht mal um zehn schon mal den Ofen einschalten kann.

00:31:38: Da könnte ich jetzt aber sagen, die meisten Öfen können das auch, wenn du im Büro sitzt, dass sie um zehn bereits sich einschalten, weil... Da gibt es so Automatik meistens.

00:31:47: Und nachdem ein Ofen heute ja nimmer hundert Jahre hält, hast du irgendwas, was zwischen zehn und fünfzehn Jahre alt ist und die können das meistens schon mal her.

00:31:57: Und wenn nicht, dann teiltest du bei deinem nächsten Modell drauf achten.

00:32:00: Also das sind jetzt auch keine Gründe, wo ich sage, Das geht alles nett und ich denke mir halt, ich bin ja zwischen den Kindern nach München gependelt und war ganze Tage nicht da und habe trotzdem abends gekocht.

00:32:15: Also dann war die Situation an der Stelle auch genauso gut oder schlecht wie wenn du jeden Tag quer durch die Stadt musst.

00:32:22: Ich lasse da nicht aus, weil das ist einfach Teil unseres Lebens, dass wir uns darum kümmern müssen.

00:32:28: Selbst wenn wir gar nichts hätten, selbst wenn wir nicht arbeiten gehen würden um dieses Thema, ich muss etwas zu essen haben, ich muss in meiner Familie etwas zum Essen hinstellen, die hätten wir in jeglicher Situation.

00:32:38: Man muss ja ehrlich sein, so komfortabel wie wir es heute hatten, hatte es ja noch keine Generation.

00:32:42: Wir gehen zum Einkaufen, wir gehen in den Supermarkt, wir finden alles vorbereitet.

00:32:46: Da liegt auch ein bisschen das übel des Systems, ja, aber wir müssen heute nicht haselnussig knücken, knacken oder walnussig stundenlang, um dann irgendwas draus zu machen, sondern wir haben sie fertig geputzt, geknackt, gemahlen, gestiftelt, geh, was auch immer kannst du im Regal mitnehmen.

00:33:01: Und das ist halt bei vielen anderen Dingen auch, du musst nicht erst Zahne zu Butter schlagen, du kannst auch einfach die fertige Butter kaufen.

00:33:07: Also wir haben eine luxuriöse Situation, dass wir mit unserem relativ geringen Zeitbudget, das halt einfach Arbeit, Fahrtwege und so weiter in unseren Alltag bringen.

00:33:17: Dafür haben wir viele Helferlein heute.

00:33:19: Wir kochen unsere Wäsche nicht mehr im großen Kochtopf auf der Ding aus, weil es heißt ja Kochwäsche, meine Lieben.

00:33:25: Da hat man die Wäsche einfach ausgekocht, damit sie sauber und hygienisch.

00:33:29: Geschichten waren.

00:33:30: Das haben wir heute nicht mehr.

00:33:31: Wir haben eine Waschmaschine, die beherrscht sechzigundneunzig Grad.

00:33:34: Ein kleiner Tipp von der Steffi, diese Programme solltest du auch ab und zu nutzen, wenn du eine lang funktionierende Waschmaschine haben möchtest.

00:33:41: Plus Waschmaschinenpulver und kein flüssig Waschmittel.

00:33:45: Warum?

00:33:45: Ja, weil die Monteure, die bei mir immer zum Reparieren, da sind mich immer dafür loben, dass ich das alles noch mache.

00:33:50: Und nein, ich schädige nicht die Umwelt.

00:33:52: Ich kann dir wirklich sagen, dass dieses wenige Wasser uns insgesamt in der Kanalisation mehr schadet, wie wenn wir ein paar Liter mehr runterschworben würden.

00:33:59: So, das ein kleiner Ausflug zur Normalität und das Wahnsinns der heutigen Zeit.

00:34:04: Ja, liebe Grüße an die Podcast mit dem Panda Bern.

00:34:09: So, ich hoffe, ihr wisst über alles, was es geht.

00:34:11: So, jetzt sind wir zurück.

00:34:14: Ich habe diese Fastenzeit gemacht.

00:34:17: Und wenn ich sage, immer ich ändere nichts an meiner Ernährung.

00:34:22: Dann heißt es für mich immer, es gibt drei saubere Mahlzeiten oder zwei, gibt ja auch manche Menschen, die sagen, ich brauche kein Frühstück.

00:34:30: Auch okay, für mich hat schon gut funktioniert in meinem Leben, hat dann halt irgendwann nicht mehr funktioniert.

00:34:38: Pommes gibt es sowieso nicht bei uns im Haushalt, aber ob ich jetzt Bratkartoffeln, Knusprigeofenkartoffeln oder Salzkartoffeln esse, ob ich jetzt zu einem Nudelgericht versuche, eher weniger Nudeln und mehr Gemüse zu essen, ist das jetzt schon eine Ernährungsumstellung.

00:34:53: Ja, für mich ist es das nicht, weil ich koche das Gleiche.

00:34:56: Ich koche die gleiche Soße, die gleiche Üblichkeit und so weiter.

00:34:59: Nur ich für mich beschließe, ich brauche dann irgendwie noch, damit ich nicht auf diese Massen komme, sondern auf eine gute Portion halt.

00:35:06: einfach mäßige ich mich.

00:35:08: Ja, du kannst auch sagen, sie macht FDH.

00:35:10: FDH wäre sicher bei den meisten von uns überhaupt kein Thema.

00:35:14: Wir würden auch nicht verhungern.

00:35:16: Es hätte positive Eigenschaften auf uns.

00:35:18: Ja, und es ist halt einfach so, dass ich als Person Ich kann unheimlich viel essen.

00:35:24: Also ich habe einen gesunden Appetit und ich kann als Frau wirklich viel essen und ich habe wirklich Hunger.

00:35:32: Also mittags ich hatte schon als Schülerin Hunger und ich hatte als sportlicher Mensch Hunger und ich habe auch heute einfach mittags Hunger und ich stelle auch fest, dass meine Kinder mittags den größten Hunger haben.

00:35:44: und am besten essen.

00:35:46: Also wäre es doch schlimm, wenn ich da nicht was liefere, was sie auch tatsächlich gut nähert.

00:35:53: Und ich muss jetzt sagen, dass die Mittagsgerichte bei uns sind so klassische Kindergerichte für Stäbchen mit Kartoffelsalat.

00:36:00: Ja, ich spare mir manchmal mittags den Salat und auch manchmal die Ruckkost und sonst was, weil ich halt auch einfach sage, Scheiße, ich hab nur zwanzig Minuten oder es ist irgendwas dazwischen gekommen.

00:36:10: Aber es gibt immer ein gekochtes Essen und das ist auch für mich so eine Sache, wo ich sage, es gibt ja abends noch mehr warmes Essen, dann gibt's halt abends noch mehr extra viel davon.

00:36:20: Oder es gibt vielleicht dazwischen, wenn irgendwer sagt, so, dann sage ich, okay, schneide ich heute ein bisschen was auf.

00:36:25: Aber das ist tatsächlich ... Wenig und ich kenne auch meine Kinder, bis ich das jetzt sage.

00:36:33: Bei uns ist der Umgang mit Süßigkeiten eher großzügig, aber ich kenne nicht so diese Suchen.

00:36:40: Mama, haben wir noch was?

00:36:42: Mama, darf ich noch mal?

00:36:43: Mama, kann ich bitte?

00:36:46: Also... Das ist nett, was ich wirklich kenne.

00:36:49: Ich weiß das, dass auch wenn meine Kinder so schulaufgabenmäßig oder halt einfach selber wahnsinnig unter der Folle ausstehen, sagen auch, haben wir was daheim, ja.

00:36:58: Aber... Ganz ehrlich, also in dem Moment gern, ja.

00:37:02: Also das ist dann ja kein, ich mache irgendwas feuschende Ernährung oder so, sondern wenn der Körper einfach sagt, ich bin in einer Extrembelastung und für die möchte ich jetzt einfach mehr Schokolade.

00:37:13: Also wenn du es nur in dieser Zeit machst, dann wirst du da auch keine Op-Hängigkeit und auch keinen Ernährungsteam haben, ja.

00:37:20: Also... Du hast begriffen, weshalb ich sage, wenn du es sowieso grundsätzlich ordentlich machst.

00:37:26: Wenn du mehr Wasser trinkst, wenn du deine, ich sag jetzt mal, egal ob Limo, Fruchtsaft, Milchgetränke, zu viel Latte markiert oder was auch immer, wenn du das alles sowieso nicht hast, wo willst du denn dann noch groß schrauben?

00:37:42: Also wenn du eh schon auf normal gut bist und nochmal besser geht immer, aber Ich sage immer, am Ende des Tages muss mir das Essen schmecken.

00:37:52: Ich muss mit... Freude essen, weil wenn ich dem Körper danach noch signalisiere, jetzt musst du dir da schon wieder was reinzwängen, was du eigentlich gar nicht willst, aber weil es halt gut ist für dir, ja sorry.

00:38:04: Also ich glaube nicht, dass das funktioniert.

00:38:06: Also wirklich nicht.

00:38:07: und wir reden hier nicht von krankhaften Ansätzen, wo man sagt, man hängt mein Leben davon ab, ob ich das mache oder so, sondern wir reden von zehn oder fünfzehn Kilo Wohlstandsgewicht, das manche kennen oder manche heute auch nicht kennen.

00:38:21: Das ist Das ist so grenzwertiger.

00:38:24: Besser ist ohne im Leben, weil du halt einfach dich ringsherum besser fitter.

00:38:30: Ja und am Ende des Tages, ob ich mich schöner finde, nein.

00:38:33: Also ganz sicher nicht.

00:38:34: Ich halte meine Nase jeden Tag in die Kamera.

00:38:37: Ich gehe jetzt, könnte ich böser sein, im Schlafanzug war die Kamera mit gewaschenen und ungewaschenen Haaren.

00:38:43: Ich denke mir manchmal, oh, der ist grenzwertig, mach kurz damit.

00:38:48: Aber nicht wegen mir, mir ist das worst.

00:38:51: Ich mag mich immer, ja?

00:38:52: Aber es gibt Tage, wo ich mir denke, oh, oh.

00:38:56: Also so ist eher so ein, lass dich nicht so gehen, ja?

00:38:59: So ein, willst du das Bild von dir haben?

00:39:03: oder was willst du eigentlich an der Stelle?

00:39:06: Und da sind so viele Komponenten, deshalb hat nichts damit zu tun, dass ich sage, ich muss jetzt zehn Kilo abnehmen, damit ich mich da wohlfühle oder so.

00:39:13: Oder damit ich überhaupt vor die Kamera gehen kann oder so.

00:39:15: Es scheiß die Wand an, ja?

00:39:18: Also ich sage es ganz ehrlich, meinst du, dass sich irgendeiner dieser Fußball-Götter der Vorstände, diese Nanodolle, rank und schlank, meinst du, dass die das, also der hat doch keinen genervt, ob die da in zwanzig oder dreißig oder fünfzig Kilo Übergewicht auf der Couch sitzen und in Interview geben.

00:39:35: Das ist nur ein Frauenthema, sorry.

00:39:38: Lassen wir es einfach, es ging um mich, weil meine Balance nicht mehr gestimmt hat.

00:39:44: So, und jetzt habe ich zweimal bezahlt vielleicht.

00:39:47: weil jetzt musste ich nämlich zahlen.

00:39:49: Also hätte ich vorher Sport gemacht, hätte ich mich vielleicht selber ein bisschen mehr Disziplin wollten lassen, im Sinne von nicht achtlos konsumieren oder halt nicht das gute Leben täglich in mein Leben lassen.

00:40:05: Dann hätte ich vielleicht weniger gehabt und das wollte ich eben schon in ein paar Ansätzen versuchen.

00:40:09: Wir haben diese Fastenzeit immer gemacht und ich habe mich diszipliniert für sich tagelang.

00:40:14: Das ist jetzt schon ein Zeitraum, wo man sagt, da muss sich doch einmal irgendwas bewegen.

00:40:18: Und ich kann euch einfach sagen, es hat sich gar nichts bewegt.

00:40:22: Gar nichts.

00:40:23: Also, die Hose sah es genauso wie sie vorher auch saß.

00:40:28: Punkt.

00:40:30: Ja, also, was ist jetzt das Übel?

00:40:32: Und das Übel ist das Drumrum, dieses Gesamtpackage, dieses... Und dann habe ich mir Hilfe gesucht.

00:40:39: Also ich habe eine Freundin, die ist Heilpraktikerin, da kann man jetzt auch wieder sagen, Heilpraktikerin, nein, ich habe ein gutes Gefühl, dass ich mit ihr einen Schritt weiter komme.

00:40:53: Und ich kann es einfach kurz abfassen, ja, ich bin einem Schritt weiter gekommen.

00:40:57: Und dann habe ich einen neuen, jetzt muss ich richtig formulieren, ich bin auf Instagram auf jemanden gestoßen, der durchaus in der Branche einen Namen hat, ja.

00:41:07: Einen Mann, das ist zum Beispiel in diesem Ernährungsthema auch sehr spannend, weil das oft von Frauen besetzt wird.

00:41:12: Das war eben ein Mann, der auch im SWR-Kund tut, auch quasi überregional bekannt ist, der auch andere Menschen ausbildet und so weiter.

00:41:21: Und der hat so einen Satz gesagt.

00:41:23: Dafür liebe und hasse ich ihn in der Natur.

00:41:26: Er sagt, also wenn die Frauen so vierzig, vierzig, Mittevierzig sind und so zehn bis fünfzehn Kilo übergewicht haben, dann müssen wir meistens nichts an der Ernährung tun, sondern die müssen sich erst mal bewegen.

00:41:35: Dann dachte ich mir, danke Sven, das war der Astrid.

00:41:38: Ja, also er hat recht.

00:41:39: Ich muss mich einfach bewegen.

00:41:41: Und zwar in zweierer Hinsicht.

00:41:42: Ich brauche einfach Bewegung im Sinne, damit der Organismus einfach mal denkt, ah.

00:41:47: Sie will sich bewegen.

00:41:48: Und ja, natürlich bräuchte ich in meinem Alter auch einfach Kraft.

00:41:52: Also das heißt, Muskelaufbau, damit der Muskel abbaut, der einfach sowieso passiert, sich so ein bisschen langsamer einschlecht.

00:41:59: Warum wissen wir das?

00:42:00: Ja, weil das so ungefähr alle zum Thema Wechseljahre und Co.

00:42:03: sagen, dass das natürlich hilft diesen, ich nenne es jetzt nicht verfall, aber es fühlt sich ja manchmal so an.

00:42:12: ein bisschen besser über die Runden geht.

00:42:14: Und warum ist es heute oft so ein Thema, habe ich auch eine eigene Theorie, weil ich glaube, dass du und ich in einer ähnlichen Situation sind.

00:42:20: Wir haben alle dieses volle Paket.

00:42:23: Wir haben diesen Job, wir haben die Kinder, wir haben die Anforderungen der Gesellschaft, wir haben, wie soll ich sagen, wir stellen vielleicht auch viel zu hohe Erwartungen an uns, was wir noch alles erfüllen müssen.

00:42:36: Wir haben einfach zwanzig Jahre oder dreißig Jahre nicht gelernt uns zu arrangieren, sondern wir haben ein optimal Bild mitbekommen, wie wir zu sein haben als Frau.

00:42:49: Dass ohne Berufstätigkeit funktioniert, hat dieses Bild wohl gemerkt.

00:42:52: Und jetzt haben wir die Berufstätigkeit wieder uns zurückerobert, vielleicht auch als eine Notwendigkeit.

00:42:57: Ich glaube tatsächlich, dass die meisten Frauen gerne arbeiten und es auch gerne mögen, eigenes Geld zu haben und eigene Entscheidungen treffen zu können.

00:43:05: Manche werden auch nicht wollen und hätten gern das alte System zurück.

00:43:09: Danke, liebe Grüße an die Altersarmut.

00:43:11: Es funktioniert halt einfach mal nicht mehr.

00:43:13: Und dann haben wir aber vergessen, dass wir von diesen vierzig Jahren, wir sind immer zu Hause, jetzt irgendwie noch wahlweise, zwanzig, dreißig oder vierzig Stunden.

00:43:27: außer häusliche Tätigkeit dazu bringen.

00:43:29: Ja, wie soll denn das funktionieren, meine Lieben?

00:43:31: Also, weil es aber immer noch welche funktionieren, versuchen, dass es funktioniert, haben wir einfach ein großes Paket.

00:43:40: Da können wir einfach mit und da nehme ich mich nicht aus.

00:43:42: Und am Ende des Tages zahle ich jetzt zweimal, weil ich in der Zeit dazwischen Raubbau betrieben habe und da fühlen sich jetzt sicher auch einige angesprochen, die Raubbau mit sich betreffen und wir zahlen dann ein zweites Mal.

00:43:56: weil wir dann halt einfach irgendwann, das kann irgendwann kippst du um oder du kannst nicht mehr oder ich will jetzt noch gar keine Begriffe in den Mund nehmen, aber das passiert dann einfach und wenn du halt jetzt so fünferfünfzig bis fünferfünfzig bist, hast du meistens das Richtige und dann kommt die Wechseljahre dazu.

00:44:12: Ja, sorry, wie seid denn das funktionieren?

00:44:14: Dein Körper ist in Ausnahmezustand, jemand hat es mir beschrieben, du bist einfach noch mal Teenager und weißt nicht wohin mit deinen Sachen, die da so kommen.

00:44:21: Du hast das volle Leben, du versuchst das als Leute.

00:44:26: Ich bin weder Expertin auf der einen oder auf der anderen Richtung, aber das ist doch sowas von logisch.

00:44:30: Da muss man doch nicht lange drum herumdenken.

00:44:32: Also was ist unser aller Aufgabe?

00:44:34: Raus mit dem Ganzen.

00:44:36: Was kann ich weglassen?

00:44:37: Was kann ich loslassen?

00:44:38: Wo kann ich vielleicht Zeit für mich integrieren?

00:44:41: Und ich sage es dir ganz ehrlich, ich als Steffi, ich habe so viel Zeit für mich.

00:44:44: Ich kann mich doch nicht beschweren, dass ich irgendwas nicht tue, nicht mache oder kann, weil ich Familie, Kinder oder sonst was hab.

00:44:50: Ich mach alles.

00:44:51: Es ist mir wurscht.

00:44:52: Mir ist... Beides wichtig.

00:44:54: Ich möchte ich sein mit meinen Sachen, die ich und dann gibt es aber auch Familien.

00:44:57: Ich kümmere mich um beide Sachen und manchmal kümmere ich mich um eine Sache mehr und dann um die andere ein bisschen mehr.

00:45:02: Weil alle fünf Bälle in der Luft zu halten funktioniert nicht.

00:45:06: Und alle Frauen, die alles haben und sagen, es funktioniert schon so, das ist schon okay, die sagen die alle.

00:45:14: Da sind nicht alle fünf Bälle immer in einer Linie, sondern da liegen manche im Keller.

00:45:18: Und andere versuche ich gerade so über die Linie zu hopfen und zwei, drei oder vielleicht auch nur zwei haben gerade ein bisschen Priorität und dann wechselt das wieder.

00:45:25: Stellt dir das vor wie so eine Reihe Tischtennisbälle, wo du unten raufpustest und du hast nicht Puste für fünf in der Luft, sondern du ostet, je nachdem wie du den Strohhalm ansetzt, erwischst du halt mal das eine oder das andere.

00:45:36: Und es gibt auch Frauen, die ganz konsequent sagen, ich lass manche Bälle einfach los.

00:45:40: Ich brauch sie nicht mehr.

00:45:41: Es geht einfach nicht mehr.

00:45:43: Das ist hart.

00:45:44: Das ist sehr konsequent.

00:45:45: Das ist am Ende des Tages eine gute Strategie, sage ich immer.

00:45:49: Und warum ich das weiß?

00:45:50: Weil ich dir sage, dass ich aktuell auch zu viele Bälle in der Luft habe und auch loslassen müsste und mich unheimlich hart damit tue.

00:45:57: Ich weiß es nicht, welchen Ball ich loslassen kann oder loslassen sollte oder ich weiß auf jeden Fall, dass ich einen Ball in die Höhe bringen muss und der ist Bewegung.

00:46:06: Weil Ich habe nicht ein gefühltes Stresslevel.

00:46:10: Ich fühle mich nicht getrieben.

00:46:11: Ich habe keine Anforderungen von außen.

00:46:13: Ich habe nicht ... Weißt du, was ich meine?

00:46:15: Das sind so viele Verspüren in der heutigen Zeit, dass sie sich so von ... Boah!

00:46:20: Nein, ich kenne es einfach nicht.

00:46:21: Ich habe es nicht.

00:46:22: Ich habe mich ... Jetzt könnte ich böse sagen.

00:46:26: Ich wurde schon in der siebten Klasse dafür gehänselt, dass ich mich anders angezogen habe, wie andere Mädchen in der Zeit.

00:46:33: Also ich hab seit ich in der siebten Klasse bin, wie alt ist man da, zwölf, lebe ich damit, dass Menschen mir mitteilen, es ist nicht okay, wie du bist, du bist anders, das ist, ja, da entwickelst du irgendwann ein, wie soll ich das jetzt sagen, wenn du Glück hast, fühlst du dich nicht gemobbt, sondern du entwickelst einfach ein dickeres Fell.

00:46:53: Ja, ich sag das ganz bewusst, weil es ein großes Thema dieser Zeit ist für diese Generation.

00:47:02: Weil ich halt, ich als Person war und ich hab auch gelitten sicher, aber ich hab daraus auch gelernt, ich bin gewachsen und ich lerne und wachse halt immer durch Scheiße erbissele.

00:47:15: Das ist auch so ein Thema in meinem Leben.

00:47:17: Und dann, weil es ist mir heute, also weißt du was, wir sind einfach viele Sachen von außen heute einfach wurscht, das ist mir egal.

00:47:28: Ich sag immer, ich bin... hier im Landkreis geboren und aufgewachsen und bin aber jetzt aufs Dorf gezogen.

00:47:35: Aber im Dorf bin ich halt, ich höre nicht dazu.

00:47:38: Es würde mich freuen, wenn sie jemanden so sieht.

00:47:40: Ich engagiere mich, wo ich kann, aber ich habe keine Freundinnen so aus dem Dorf.

00:47:46: Weil die sind alle in ihrer Eingang.

00:47:47: Und das ist auch vollkommen okay, du kommst ja wie so ein Fremdkörper dazu.

00:47:52: Und da wird sicher drüber gesprochen.

00:47:55: Ich finde das auch nicht schlimm, weil ich spreche auch über Menschen.

00:47:58: Und ich denke mir immer, solange ich das, was ich erzähle, demjenigen auch ins Gesicht sagen würde, ist das für mich okay.

00:48:03: Ich muss keinen schlechtreden, ich muss keinen... Aber dass man drüber spricht, ist ganz normal.

00:48:10: Es ist auch menschlich.

00:48:10: Ich würde sagen, wenn man das nicht mehr tut, dann ist auch was kaputt in der Gesellschaft.

00:48:13: Aber ich habe diesen... Ich muss wegen irgendwem so sein oder ich muss den Hauseingang kehren, die Blätter wegmachen, wenn man das so tut.

00:48:26: Ganz ehrlich, Leute.

00:48:27: Da denke ich mir immer, wenn du von meiner Haustür gehen willst, gehört du erst mal für deine.

00:48:30: Und wenn du bei dir fertig bist, dann kannst du gerne meine, wenn du zu viel Zeit hast mitmachen.

00:48:34: Ich freue mich, wenn es einfach jemand macht.

00:48:36: Ich schäme mich dafür nicht, weil ich habe, ich lege nicht sieben Stunden oder zehn im, im Liegestuhl, sondern ich bin eine grundsätzlich fleißige Person.

00:48:47: Aber es ist mir nicht immer alles gleich wichtig.

00:48:50: Punkt.

00:48:50: Und das ist halt diese Thematik.

00:48:53: Also... Nicht jemand, weil er zu viele Kilos hat, ist einfach zu faul sich, sondern das hat einfach schon immer eine größere Package Geschichte.

00:49:05: Und deshalb ist mein Schreibtisch heute mit dem wir begonnen haben und dieses Mal von diesem Rollcontainer.

00:49:15: Das darf auch immer ein Mahnmal sein für uns, wenn wir es eben halt schleifen lassen, wenn wir Ausreden finden, wenn wir die Dinge eben nicht gut machen oder sie vielleicht eben gut machen und dann eben andere Baustellen haben.

00:49:29: Wir beschäftigen uns unheimlich viel mit der Ernährung in Deutschland und wir wissen über jeden Schotter Bescheid.

00:49:35: und kaum machst du irgendeiner auf, dann macht eine Schreckensnachricht, also den Frischkäse kann man nicht essen und die Milch nicht.

00:49:41: und hast du gewusst, dass in fertigen Nudeln noch dessen, dessen drin ist.

00:49:44: und so, wo ich mir denke, lass mal doch mal die Kirche im Dorf, wenn du ein möglichst Grundnahrungsmittel erwischt.

00:49:53: Also ich sage jetzt mal, wenn du den weißen Frischkäse kaufst und nicht diese ganzen Frischkäseverarbeitungsgeschichten, die es zu kaufen gibt, dann musst du den Frischkäse nicht jetzt auch noch selber machen.

00:50:05: Außer da ist was drin, weil dein Körper schon überreagiert zu diesen Themen.

00:50:10: Aber jeder normal sterbliche, normal gesunde Mensch hat mit einem normalen Frischkäse.

00:50:15: Und dann kann man vielleicht noch, wenn man meint, man muss sich kundig machen und welcher davon, dann wirst du feststellen, dass der billigste der Beste ist.

00:50:22: Oder der vom Discounter einfach am wenigsten scheiß, am wenigsten Zusatzstoffe und so, what?

00:50:27: Dann kann man sagen, okay, perfekt, ich kaufe einfach.

00:50:29: Und dann kannst du dir sagen, heute mache ich einen Curry draußen, dann mache ich einen mit Kräuter draußen.

00:50:36: Also das ist meine Philosophie und wir müssen nicht noch eine Stufe tiefer gehen im Sinne von ich mache auch noch das selber, weil ich sage einfach, ich weiß jetzt nicht, ich mache es jetzt ziemlich gern, aber mein Alltag ist schon voll.

00:50:47: Ich weiß nicht, wann du das noch tun wirst.

00:50:53: Und vielleicht schaffen es manche, die dann bis zwanzig oder drehundzwanzig Uhr in der Küche stehen.

00:50:58: Es erscheint mir lebensfremd in unserer zivilisierten Gesellschaft, weil da muss ich mir ja noch die Kuh im Garten halten, um meine Frischmilch jeden Tag selber zu machen.

00:51:08: Nein, ich kann heute sehr gute Milch kaufen und ich sage es dir ganz ehrlich, ich kaufe Haarmilch, weil das eine nicht gute Milch ist, aber weil ich halt manchmal zwei Liter Milch auf zwei Dogg brauche und dann wieder zehn Tage fast gar keine Milch.

00:51:22: Das heißt, wenn ich jetzt immer gute, super Frischmilch kaufen würde, würde ich ganz viel Milch wegschütten.

00:51:27: Das wäre jetzt auch nicht mein Konzept, ja?

00:51:29: Und ich gehe jetzt da ein, dass für den Milchkonsum, den wir haben, da müssen halt jetzt alle mit der Haarmilch klarkommen.

00:51:35: Das darfst du gut finden, das darfst du schlecht finden, weißt du?

00:51:38: Ganz ehrlich, besser geht immer.

00:51:40: Aber für mich ist es ein guter Weg und am Ende des Tages ist jedes Lebensmittel, das ich nicht wegschmeiße, auch ein Beitrag zu diesem ganzen Thema.

00:51:49: Und deshalb... Ist das eine schöne Geschichte?

00:51:56: Und auch eine schöne Geschichte, wo ich mir denke, wenn jemand mehr Wert drauflegen möchte.

00:52:03: Wenn du sagst, das klingt irgendwie logisch mit diesem Zweimalzahlen.

00:52:06: Wenn ich es mir jetzt immer zu leicht mache, dann habe ich vielleicht irgendwann die Quittung.

00:52:13: Ich sag's schon so, es ist doch erstaunlich in dieser Gesellschaft, wie viele Menschen wir auf einmal haben mit einer Laktose-Intoleranz oder mit einer Weizen-Unverträglichkeit.

00:52:25: Und um Nummer zwei so Spitzen zu nehmen, wo ich auch Sven wieder sehr dankbar bin, weil er da einfach auch eine ganz klare und harte Linie dazu fährt.

00:52:36: Das ist aber mein eigenes Thema.

00:52:37: Deshalb bleibt unbedingt dran, wenn es wieder heißt, machen kommt von tun und kein Jammern, sondern alltags tägliche Lösungen, die uns weiterbringen.

00:52:47: Und wenn dich interessiert, ob meine Bewegungsreise sich auch weiterdammt, bleibt weiter dran.

00:52:51: Und mach wieder mit, wenn es heißt machen, kommt von tun.

00:52:55: Herzlichen Dank für deine Zeit.

00:52:56: Bis zum nächsten Mal.

00:52:57: Ciao, ciao.

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